HHB muss beim Spitzenreiter ran

Steffen Dunekacke hebt ab und will einen Treffer für sein Team von Handball Hannover Burgwedel erzielen. (Foto: Holger Staab)

In der Handball 3. Liga reist die TSV Burgdorf II in den hohen Norden nach Altenholz

ALTKREIS (st). Trotz vollkommen verkorkster Hinrunde hat Handball Hannover Burgwedel noch die Chance, den Klassenerhalt in der 3. Liga sicherzustellen. Dazu benötigen sie zwar noch viele Punkte, aber die Zuversicht nach einigen wichtigen Siegen und guten Ergebnissen ist da. Ob am kommenden Wochenende allerdings ein Punktgewinn gelingt ist eher zweifelhaft, denn beim Meisterschaftskandidaten Dessau-Rosslauer HV 06 wird das sehr schwer. Die TSV Burgdorf II hat beim TSV Altenholz ebenfalls eine hohe Hürde zu überwinden.
Am vergangenen Wochenende mussten beide Teams aus dem Altkreis eine Niederlage einstecken: Die Nachwuchsrecken verloren das Derby beim HSV Hannover mit 26:28 und HHB unterlag im wichtigen Heimspiel gegen SV Anhalt Bernburg mit 27:28-Treffern. Aber beide Mannschaften wollen nach vorn schauen!
Wenn es nach den Burgwedeler Trainern Kay Behnke und Marius Kastening geht, dann dürfte HHB auch am Sonntag, 15. März, ab 17 Uhr, beim Dessau-Rosslauer HV 06 einen Erfolg schaffen. Die Realität könnte aber anders aussehen: Der Gastgeber des noch abstiegsbedrohten HHB ist mit bisher nur fünf Minuspunkten Tabellenführer der 3. Liga Nord-Ost und will mit aller Macht in die 2. Bundesliga aufsteigen. Immerhin hat die Mannschaft um Trainer Uwe Jungandreas mit Spielern wie Timo Löser, Jakub Hrstka oder Vincent Sohmann einen top besetzten Kader und die Torwarte Tom Landgraf und Philip Ambrosius bilden einen guten Rückhalt für die ausgezeichnete Defensive.
Trotz eines Umbruchs mit vielen neuen Akteuren hat Jungandreas es geschafft, eine Klassemannschaft zu formen, die verdient an der Tabellenspitze steht. Der Angriff erzielt durchschnittlich mehr als 31 Treffer pro Spiel und das ist auch der Topwert der 3. Liga Nord-Ost. Im Hinspiel musste sich HHB mit einem deklassierenden 14:32-Niederlage abfinden und das im Heimspiel vor eigener Kulisse. Das soll die Spieler um Johannes Marx aber nicht aufhalten. Das Team reist ohne Druck zum Spitzenreiter. Der Druck liegt auf Dessau, denn der klare Favorit will mit einem Erfolg einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen.
Kann sich Handball Hannover Burgwedel gut präsentieren und ein knappes Ergebnis erzielen, dann ist das bereits ein Erfolg und ein wichtiger Faktor für die nächste Partie gegen den 1. VfL Potsdam. Da müssen die Burgwedeler topfit sein und könnten sich bei die Begegnung in der Anhalt-Arena in Dessau Selbstvertrauen holen.
Die TSV Burgdorf II gastiert am Sonnabend, 14. März, ab 19.30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle beim TSV Altenholz. Der Gastgeber ist ein unbequemer Gegner und in den zurückliegenden Jahren immer vorn in der Tabelle zu finden. Auch in dieser Serie ist das wieder so und schon im Hinspiel bei der 24:27-Niederlage zogen die Burgdorfer den Kürzeren.
Das soll am Samstag anders werden! Veit Mävers und seine Kameraden haben die Pleite in Burgdorf noch im Hinterkopf und wollen sich dafür revanchieren. Trainer Heidmar Felixson nimmt seine jungen Spieler in die Pflicht und will die weite Anreise in die Nähe von Kiel nicht machen, um Punktelieferant zu sein. Es soll einen Sieg geben, um dann eine entspannte Rückfahrt erleben zu können.
Dazu müssen sich die Burgdorfer allerdings von ihrer besten Seite zeigen. Die Altenholzer werden das Feld nicht ohne Gegenwehr der TSV II überlassen, zumal sie ihren jetzigen guten Tabellenplatz verteidigen wollen. Spieler wie Tommy Fängler oder Sven Ehrig aus dem Rückraum können der Burgdorfer Abwehr gefährlich werden. Trainer André Lohrbach wird den Felixson-Schützlingen sicher auch taktisch knifflige Aufgaben geben. Die Altenholzer sind aber keine Übermannschaft und mussten vor drei Wochen in Burgwedel eine 22:31-Niederlage einstecken. Wenn die Burgdorfer Spaß am Handball haben und auf die taktischen Spielchen des Gegners eingestellt sind, dann ist ein Auswärtssieg möglich. Das wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt. In den letzten sechs Spielen der Liga wollen die TSVer mindestens sechs Punkte einspielen, um den Abstieg vermeiden zu können.