Felixson erwartet sicheren Sieg gegen Stralsund

Robertas Pauzuolis wird von zwei Abwehrspielern angegriffen und sieht seinen Mitspieler Andrius Stelmokas freistehen. Der kluge Pass ist die Folge. (Foto: Holger Staab)

TSG will gegen Abstiegskandidaten wieder zu alter Heimstärke finden

BURGWEDEL (hs). Die Turnerschaft Großburgwedel musste zuletzt Lehrgeld bezahlen. Die starken Gegner HSG Tarp/Wanderup in eigener Halle und auch vergangenes Wochenende auswärts der HSV Hannover (23:24) waren für die arg verletzungsgeschwächte Mannschaft um Coach Heidmar Felixson eine Nummer zu groß.
Mund abputzen und weitermachen muss die Devise heißen, denn jetzt soll die Negativserie gestoppt werden und die TSG will sich auf ihre Stärken berufen und den guten Mittelfeldplatz halten. Im Spiel gegen den Stralsunder HV kann die Mannschaft zudem wieder zu alter Heimstärke zurückfinden.
Am Sonnabend, 19. November, ab 19 Uhr fühlen sich Robertas Pauzuolis und seine Mitspieler wieder in ihrem Element. Dann ist in der Burgwedeler Halle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“ der Stralsunder HV zu Gast. Ein Team aus den unteren Tabellenregionen und somit durchaus bezwingbar, wenn nicht sogar ein Pflichtsieg für die Turnerschaft. Denn nach einigen schwachen Begegnungen und den zuletzt starken Gegner dürfte das Team sich wieder nach einem Erfolgserlebnis sehnen. Die TSG sehnt sich nicht nur danach, sondern will die Negativserie beenden und wieder einen doppelten Punktgewinn schaffen.
Die Mannschaft zeigte sich nach der schweren Schulterverletzung von Spielertrainer Felixson doch verwundbar und konnte sowohl in der Abwehr, wie auch im Angriff keine echte Bindung mehr finden. Das soll sich ab sofort ändern und weiter am Ziel Klassenerhalt gearbeitet werden. Als Aufsteiger hat Burgwedel immer noch dieses Ziel, auch wenn die ersten Partien der Saison etwas anderes vermuten ließen. Von Coach Felixson wurde aber nie etwas anderes erwartet und das Verletzungspech lässt sich auch nicht vorschieben.
Die Mannschaft ist immer noch eine Einheit und hat mit den starken Akteuren auch das Format, um jetzt durchzustarten.
Die Gäste, die einen weiten Weg hinter sich haben und vielleicht die Anfahrt noch in den Knochen verspüren, sind schwach in die Spielzeit gestartet. Mit 3:13-Punkten steckten sie mitten im Abstiegskampf. Mittlerweile stehen 7:15-Punkte auf dem Konto und ein 14. Platz.
Nach dem starken 7. Platz in der vergangenen Serie ist das ein Rückschritt und der Stralsunder HV mit Trainer Jörn Schläger will schnellstmöglich aus dieser bedrohlichen Situation herauskommen. Deshalb werden sie auch in Burgwedel auf Angriff setzen und den Weg nach vorn suchen.
Gefahr für die TSG droht besonders aus dem Rückraum von Spielmacher Martin Brandt und den Halbspielern Torben Ehlers und Karsten Ganschow. Aber auch die Außenspieler Erik Eggebrecht und Michael Köhler, sowie von der Kreisläuferposition Miroslaw Gudz sind nicht zu unterschätzen. Wichtig wird sein, das die TSG den Gegner nicht unterschätzt und von Beginn an eine 100prozentig engagierte Vorstellung abliefert. Felixson wird seine Spieler um Paul Schirmer vor diesem Gegner warnen, denn er weiß nur zu gut, dass ein Team im Kampf um den Klassenerhalt schnell mal über sich hinauswachsen kann und so die TSG in Gefahr geraten könnte.
Gelingt ein guter Start, kann der Gastgeber das Spiel an sich ziehen und einen schnellen Vorsprung herausarbeiten, dann dürfte auch einem Sieg in eigener Halle, vor hoffentlich wieder vielen Zuschauern, realisierbar sein. Zwei Pluspunkte könnten eine Initialzündung für die nächsten Begegnungen gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Teams des VfL Fredenbeck und SV Beckdorf sein.