FC Burgwedel steht vor einer schwierigen Aufgabe

Mannschaftsbild einmal anders: Halbzeitpause im Freundschaftsspiel zwischen dem FC Burgwedel und den Alten Herren des FC Neuwarmbüchen. Der jugendliche Elan der Burgwedeler tat sich schwer gegen Routine und Erfahrung der Alten Herren aus Neuwarmbüchen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Für die jungen Spieler des FC Burgwedel in den roten Trikots war es oftmals schwierig, die Abwehr der Alten Herren aus Neuwarmbüchen auszuspielen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Trainer Köhler sucht Kompromiss zwischen Erfahrung und Jugend

GROSSBURGWEDEL (hhs). Wenn man das Sportgelände und Clubhaus des FC Burgwedel betritt, bietet sich Erfreuliches: das Clubhaus in gepflegtem Zustand, nicht überkandidelt aber großzügig, das Sportgelände dahinter, ein kleines Stadion, das sich für Größeres eignet.
Wenn man aber im nächsten Schritt die Homepage des Vereins aufsucht und unter Fußball klickt, stellt sich pure Ernüchterung ein: Die Berichterstattung zur vergangenen Saison endet früh, am 2. Dezember 2011 mit einem Bericht übertitelt „Sensationeller Sieg über den Tabellenführer“. Das war ein 1:0 des Tabellenvorletzten FC Burgwedel gegen Lehrte, den damaligen Spitzenreiter der Kreisliga Staffel 1. Alexander Franke hatte damals dieses denkwürdige Tor geschossen. Der FC Burgwedel ist mittlerweile abgestiegen, als Vorletzter mit 15 Punkten, und Alexander Franke blieb beim FC Burgwedel.
Trainer Joachim Köhler lässt seine Männer in der Vorbereitung erst einmal Fußball spielen. In der vergangenen Woche hatte er ein Freundschaftsspiel organisiert: die 1. Herren des FC Burgwedel gegen die Altherren des FC Neuwarmbüchen gleich nebenan. Köhler ist ein ausgefuchster Hase im Trainergeschäft, das war am Freitag der vergangenen Woche am Austragungsort Stadion Auf der Ramhorst zu sehen. Seine Jungs haben das Spiel zwar gewonnen, aber es war eine sehr schwierige Aufgabe.
Jeder Fußballer, der in jungen Jahren Alte Herren nicht richtig ernst genommen hat, wird sich erinnern: Die „Alten“ haben manchmal zwar nur einen geringen Aktionsradius, sie wissen aber intuitiv, was ihre jugendlichen Gegner vorhaben, und sie wissen auch, wo ihre eigenen Mitspieler stehen. Und somit war das eine ganz schwierige Sache für die verjüngte Elf des FC Burgwedel.
Sie taten sich schwer, zumal weil einige der älteren Neuwarmbüchener noch sehr flink auf den Beinen waren. Die eher jungen Spieler des FCB bemühten sich, die Alten Herren auszuspielen und versuchten das mit wunderschön anzusehenden, aber erfolglosen Aktionen.
Trainer Joachim Köhler forderte sie immer wieder auf, besser schnell und einfach zu spielen: „Nicht so kompliziert“, rief er immer wieder. Und als das Spiel von seiner Mannschaft etwas verbissener aber keineswegs unfair geführt wurde, gab er ihnen lauthals den Rat: „Ihr müsst miteinander reden, sprecht miteinander.“ Klar, Kommunikation ist alles, auch beim Kreisklassen-Fußball.
Der FC Burgwedel wird in der kommenden Saison alles daran setzen, in der 1. Kreisklasse eine gute Rolle zu spielen. Insofern unterscheiden sich die Saisonvorgaben nicht von denen des Vorjahres. Das wird nicht ganz einfach werden, denn die Konkurrenz ist groß und viele der anderen Teams haben höher greifende Ziele.
Trainer Köhler hat seinen Männern beim Freundschaftsspiel jedenfalls gezeigt, dass man Fußball auch ganz einfach spielen kann, wenn man nicht übermotiviert ist und weiß, wie es geht.
Das Team des FC Burgwedel: Alexander Franke, Tim Seeger, Jan Philipp Blendermann, Dominik Battermann, Matthias Hülsewig, Jan-Philipp Köster, Stefan Krüger, Christian Pawellek, Maximilian Köhler, Marc Lehnert, Steffen Döscher, Patrick Bierotte, Marcus Pitschmann.
Neu zum Team gestoßen sind Kevin Schaper, Maximilian Winkler, Özcan Dinc, Cahit Dinc, Niklas Haja, Evren Eser und Rostem Emo.