Muttertag, Himmelfahrt und Pfingsten stehen vor der Tür

Farbenprächtige Blumensträuße sind nicht nur zum Muttertag eine wunderbare Gelegenheit Freude zu schenken. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Drei besondere Festtage, die der Spargel eint

BURGDORF (hhs). Die beiden kommenden Wochen haben es in sich in Bezug auf Tage mit ganz besonderer Bedeutung: Morgen am zweiten Sonntag im Mai steht Muttertag auf dem Programm. Am Donnerstag kommender Woche ist Himmelfahrt. Er bezeichnet die Rückkehr Jesu zu seinem Vater, das hohe Ziel ist damit erreicht. Zu Pfingsten, am übernächsten Wochenende feiern die Christen die Entsendung des Heiligen Geistes. Alle diese Tage eint, dass sie in diesem Jahr mitten in die Spargelsaison fallen.
Der Muttertag stammt ursprünglich aus den USA, in Deutschland wurde er zum ersten Mal propagiert 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Seit der Gründung der Bundesrepublik 1949 ist er kein Feiertag mehr, der Termin zweiter Maisonntag basiert auf einer Einigung von Wirtschaftsverbänden, die der Floristen wieder vorneweg. So erklärt sich auch die Sonderregelung, dass an diesem nicht gesetzlichen Feiertag die Blumenläden öffnen dürfen. Kein gesetzlicher Feiertag, aber die Ansprüche sind immer gewaltig gewesen: Früher investierten die Kinder beiderlei Geschlechts in ein paar Tulpen und allenfalls noch eine Heintje-Single mit dem Titel „Mama“, lobte Muttern fürs gute Menü und den Kuchen am Nachmittag, verbrachte ein paar gemeinsame Stunden und anschließend ging es wieder nach Hause.
Heute ist es der gebundene Strauß oder die Schale für den Balkon, alles farbenprächtig, und damit Mama nicht den ganzen schönen Muttertag am Herd stehen muss, geht man zum Essen ins Restaurant. Die Themen sind die gleichen. Und es geschieht alles aus freien Stücken, wie gesagt, Muttertag ist nicht gesetzlich abgesichert. Wer nichts falsch machen möchte, kaufe ein paar schöne Blumen und lade Mutter und Ehefrau zum Spargelessen ein. Ist Mama gegen Blumen allergisch, gibt es auch eine Muttertagstorte, meistens herzförmig. Ist es für eine Reservierung im Restaurant zu spät, dann heißt es Spargel kaufen und ran an den Herd.
Christi Himmelfahrt ist einer der höchsten christlichen Feiertage. Richtig christlich sind die Gebräuche allerdings nicht. Er gilt als Vater-, Männer- oder Herrentag. Die Auswüchse kennt man, sie werden häufig in Promille gemessen.
Aber auch hier gibt es einen Königsweg: Einfach die Familie, Freunde und Bekannte zum Spargelessen einladen. Nach dem Essen unternehmen dann alle Männer und die, die es werden sollen, eine Männerwanderung nach Hause, vielleicht mit dem ein oder anderen Zwischenstopp. Man kann dabei auch prima ein christlich Liedlein schmettern: „Geh aus mein Herz und suche Freud'... “, ev. Kirchengesangbuch Nr. 503.