E-Center Cramer überzeugte mit leckeren Wildgerichten

Sabrina Lindner und dahinter Vanessa Gellert verwöhnen ihre Gäste mit dem Hauptgang: Keule und Ragout vom Reh auf Spitzkohl mit Butterspätzle. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Besucher des Kennenlern-Abends waren vollauf begeistert

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Wild auf Wild“, das könnte als Motto über dem kulinarischen Kennenlern-Abend im E-Center Cramer in Großburgwedel gestanden haben. Die Karten für die Plätze seien sehr schnell ausverkauft gewesen, erklärte Rafael Werner, stellvertretender Marktleiter und für die Planung dieser Veranstaltung verantwortlich. 27 erwartungsvolle Gäste hatten sich eingefunden, die die Leckereien aus Wald und Feld näher kennenlernen wollten.
Die Menüfolge war vielversprechend: als Vorspeise Kürbiscremesuppe, Keule und Ragout vom Reh auf Spitzkohl und Butterspätzle. Das Dessert passte zur Jahreszeit: Lebkuchenmousse mit Schattenmorellen. Weinberater Djawad Keypuri hatte zur Begrüßung den Gelben Muskateller, einen Deutschen Perlwein angeboten.
Der vollmundige aromatische und herrlich erfrischende Tropfen sorgte für einen perfekten Einstieg. Auch zur Vorspeise ein Bekannter: ein Grauburgunder trocken aus Rheinhessen. Die Kombination von Kürbisaroma und der würzigen Frische des Weines mit dem Aroma von gelben Früchten bot die geschmackliche Überraschung.
Zum Hauptgericht hatte Keypuri einen Spanier ausgesucht, einen Costas del Segre Llebre, ein trockener Roter, ein Cuvée, der sich mit jedem Merlot messen kann. Zum Dessert gab es eine Beerenauslese, die wunderbar mit Lebkuchenmousse und Schattenmorellen harmonierte.
In der Küche hatten der Koch des E-Centers Großburgwedel, Torsten Görtz und sein Team erfolgreich daran gearbeitet, eine Bresche für Wildgerichte aus den heimischen Wäldern zu schlagen. Die Rehkeule war ein Hochgenuss, dem der arteigene Wildgeschmack nicht mit Kunstgriffen in den Gewürzschrank ausgetrieben worden war. Das ist ihnen auch beim Ragout überzeugend gelungen. Die Kombination von Wild und Spitzkohl - ein weiteres Highlight. Diese hierzulande weitgehend vergessene alte Kohlsorte hat an diesem Abend viele neue Freunde gefunden.
Vor Ort war auch Dieter Habighorst, als Vertreter der Firma „Rolf Nagel GmbH Genuss ist unterwegs“ aus Versmold. Dieser Betrieb beliefert das E-Center Großburgwedel mit Wild. Habighorst erklärte den Gästen, dass Nagel hohen Qualitätsstandard biete. Es komme garantiert nur Wild aus freier Wildbahn in den Handel, keinesfalls Gatterwild. Alles Wild werde nur in von der EU zugelassenen Betrieben zerlegt. Eine lückenlose Kühlkette von der Erlegung bis ins Fachgeschäft. Jedes Stück Wild erhält vom Jäger einen Wildpass, wodurch bis zur Herkunft alles rückverfolgbar ist.
Habighorst brachte die Vorteile von Wildfleisch auf den Punkt: „Rehe, Hirsche und Wildschweine wachsen in der Natur auf, ohne Medikamente oder Antibiotika. Wildbret enthält weniger Fett und ist kalorienarm. Es verfügt über große Mengen Eiweiß und Mineralstoffe und es ist zart und mild im Geschmack“. Davon wurden die Besucher an diesem Abend eindrucksvoll überzeugt.