Zwei Hektar neuer Wald

Spatenstich für die ersten Bäume auf einer Fläche der Pestalozzi-Stiftung: Vertreter der Unternehmen Rossmann, Reckett, der Pestalozzi-Stiftung und des Umweltschutzvereins Trinkwasserwald. (Foto: Rossmann)

Verein Trinkwasserwald, Rossmann und Finish pflanzen 6.500 Laubbäume

Burgwedel (r/bs). In Zusammenarbeit mit der Organisation Trinkwasserwald® e.V. haben das Unternehmen Rossmann und Finish, eine Marke der Firma Reckitt, in der vergangenen Woche eine Pflanzaktion in Burgwedel gestartet.
Auf einer Schadfläche der Pestalozzi-Stiftung von insgesamt zwei Hektar Wald sollen insgesamt 6.500 Laubbäume mit dem Ziel gepflanzt werden, dem Waldsterben entgegenzuwirken und zusätzliche Trinkwasser-Ressourcen aufzubauen.
„Wassermangel und -knappheit sind Missstände, die uns auch in Deutschland betreffen. Daher sind wir stolz darauf, im Rahmen unserer Kooperation mit Finish und Trinkwasserwald® e.V. direkt vor unserer Haustür in Burg-wedel einen positiven Beitrag zur Erhaltung unserer Natur zu leisten“, so Raoul Roßmann, Rossmann-Geschäftsführer.
In vielen deutschen Küchen wird dreckiges Geschirr häufig vor der Reinigung in der Spülmaschine nochmal händisch vorgewaschen. Berechnungen zufolge werden dadurch jährlich über 25 Milliarden Liter Wasser verschwendet – Wasser, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird. Zum Beispiel in vielen Wäldern und Forstgebieten, die vermehrt von Dürre be-troffen sind. Wird hier nichts unternommen, steht den deutschen Wäldern ein massives Waldsterben bevor.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben sich Rossmann und Finish mit der Trinkwasserwald® e.V. zusammengetan. Zum Auftakt der Aktion pflanzten die drei Partner in der vergangenen Woche gemeinsam die ersten zweijährigen Traubeneichen und Flatterulmen. Im Spätherbst folgen Stieleichen, Hainbuchen, Vogelkirschen und Haseln.
Durch das Pflanzen von rund 6.500 standortgerechten Laubbäumen wird die verfügbare Menge an Grundwasser – und damit wertvolles Trinkwasser – pro Hektar Pflanzfläche um 800.000 Liter jährlich erhöht.
„Es freut uns sehr, dass sich zwei global agierende Unternehmen für unsere Wälder einsetzen und mit uns für mehr Umwelt- und Naturschutz einstehen. Die Umgestaltung von ausgewählten Nadelwald-Monokulturen zu Laubmischwäldern bringt vielfältige Vorteile mit sich: Sie produzieren erheblich mehr und besseres Grundwasser als reine Nadelwälder, schützen den Waldboden besser, wirken sich günstiger auf das Klima aus und erhöhen die Artenvielfalt im Wald. Wald und Wasser sind untrennbar miteinander verknüpft. Die Aufforstung eines standortgerechten Mischwaldes statt einer Nadelholz-Monokultur kommt also allen zugute“, erläutert Christian Oehlschläger vom Verein Trinkwasserwald®.
Der gemeinnützige Umweltschutzverein Trinkwasserwald® e.V. fördert deutschlandweit unter anderem den standortgerechten Waldbau, um damit langfristig Trinkwasser als Lebensquelle zu sichern. Zudem werden bundesweit gezielt Nadelwald-Monokulturen mit Laubbäumen unterpflanzt.