Zwanglose Vorstellung der Wettmarer CDU-Kandidaten

Beim gemütlichen Frühschoppen präsentierten sich die Kandidaten der CDU Wettmar der Öffentlichkeit. (Foto: Renate Tiffe)

Mehr Miteinander und Bürgerbeteiligung im Parteiprogramm

WETTMAR (ti). Der erste Mai war gekommen, die Sonne schien und unter der großen Eiche auf dem Dorfplatz spielte Günther Dreblows Musikkapelle. Nicht unbedingt ein passender Rahmen für die Vorstellung der Kandidaten und des Parteiprogramms für den nächsten Ortsrat?
Die Wettmarer CDU hatte diesen etwas ungewöhnlichen Weg gewählt und konnte damit zum mindesten einen Teilerfolg verbuchen: man blieb nicht unter sich mit den notwendigen öffentlichen Voraussetzungen für die Kommunalwahl am 11. September. Mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger hatten sich zum politischen Frühschoppen auf dem Dorfplatz eingefunden.
Es ist schwer für die etablierten Parteien, das Interesse der Bürger zu wecken und es ist frustrierend für sie, wenn sie sich bei anderer Gelegenheit den Vorwurf mangelnder Transparenz und Bürgerbeteiligung gefallen lassen müssen – wie bei der letzten Wahl in Wettmar geschehen. „Wir wollen auf jeden Fall im Ort präsent sein“, sagte der neue CDU-Vorsitzende Michael Kranz.
Und so konnte, wer wollte, bei Bier und Bratwurst das CDU-Parteiprogramm auf den Tischen studieren und diskutieren. Eigene Wünsche, was demnächst besser gemacht werden könnte, sollten an eine aufgestellte Tafel geschrieben werden. Die diesbezügliche Liste der Partei war umfangreich, untergliedert nach mehr Bürgerbeteiligung, mehr Miteinander im Dorf und für eine bessere Infrastruktur.
Zwanglos stellten sich die Kandidaten vor: zuerst „Ladies first“ Martina Klatten, in Wettmar schon von ihrer Schulelternarbeit bekannt. Die Nummer 1 bleibt allerdings Ortsbürgermeister Rainer Fredermann. Er stellte das Verbrauchermarkt-Projekt als „gelaufen“ dar und richtete den Blick auf die kommende Güterbahntrasse und die Wasserversorgung aus dem Fuhrberger Feld. Klaus Sommer, Wettmarer Urgestein, möchte, dass das Dorf in seiner Grundstruktur erhalten bleibt, ebenso wie Jürgen Frey, der mehr Miteinander wünscht. Mit Peter und Christoph Hanne, meldete sich der Nachwuchs zu Wort. Dem Vorsitzenden Michael Krantz blieb nur noch übrig, auf die schriftlich niedergelegten Parteiziele zu verweisen.
Bis weit in die Nachmittagsstunden hinein dauerte der Frühschoppen, bei dem auch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt vorbeischaute und Großburgwedels Ortsbürgermeister Otto Bahlo.