Zuwachs um drei Flächen

Sie trotzten Wind und Wetter auf der Blühfläche südlich von Großburgwedel (v. l.): Wilfried Plum, Monika Stellmacher, Dr. Walter Heitmann und Meinolf Helling.

Bienen-Blühstreifen-Initiative legt im Frühjahr noch mehr insektenfreundliche Grünflächen an - Unterstützung durch die Bürgerstiftungen Burgwedel und Isernhagen

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (bgp). Das nahende Frühjahr lockt die Aktiven der Initiative Bienen-Blühstreifen Burgwedel-Isernhagen (IBBBI) nach draußen. Seit rund einem Jahr besteht die private und unabhängige Initiative, die sich ehrenamtlich um Anlage und Pflege von Blühflächen in den beiden Kommunen kümmert.
Auf dem Blühstreifen an der südlichen Umgehungsstraße von Großburgwedel herrschte am Sonnabend schon reger Betrieb: Meinolf Helling und Wilfried Plum von der IBBBI haben sich mit Harken und Forken für die Flächenbearbeitung bewaffnet. Sie trotzen heftigen Windböen und Regen, entfernen getrocknetes Gestrüpp der vermeintlich noch im Winterschlaf liegenden Pflanzen. Helling entdeckte jedoch am Markstammkohl schon zarte Blättchen, die im Frühjahr austreiben werden. Die Pflanze ist Bestandteil einer „mehrjährigen Mischung für Rückzugs- und Saumflächen“, die von der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer und der Landesjägerschaft Niedersachsen zusammengestellt wurde. Die Blühstreifen bieten so über eine lange Zeit im Jahr Nahrung und Rückzug für Insekten und Wild. „Die Fläche muss nicht jedes Jahr umgepflügt werden, dann steht auch noch etwas zur Verfügung, wenn auf den übrigen Flächen schon nichts mehr da ist“, begründet Meinolf Helling die Wahl der mehrjährigen Saatmischung.
Bei der Pflege dieser stadtnahen Grünfläche beteiligt sich die Bürgerstiftung Burgwedel nicht nur finanziell: Die Vorstandsmitglieder Monika Stellmacher und Dr. Walter helfen, die trockenen Pflanzenteile zu entfernen.
Rund ein Jahr ist seit Gründung der IBBBI vergangen, mittlerweile wurden mit Unterstützung der beiden Bürgerstiftungen in Burgwedel und Isernhagen mehr als 13.000 Quadratmeter Blühflächen angelegt beziehungsweise projektiert. Rund 2.000 Quadratmeter kommen demnächst noch hinzu. „Wir haben in Engensen zwei Flächen und eine in Isernhagen, die uns von Privateigentümern zur Verfügung gestellt werden“, freuen sich die Akteure über den Zuwachs an Blühstreifen. Ihnen schwebt eine „Vernetzung von Blühflächen“ rund um die beiden Kommunen vor. „So etwas gibt es schon in der Nähe von Oldenburg“, sagt Helling und erzählt von Blühflächen, die jeweils in Sichtweite der nächsten liegen und eine Ortschaft umrunden.
Die Ehrenamtlichen der IBBBI stehen gerne für Fragen zur Verfügung und freuen sich über weitere Flächen, die als Blühstreifen in den Burgwedeler Stadtteilen oder den Ortsteilen von Isernhagen zur Verfügung gestellt werden (E-Mail: ibbbi.bluehstreifen@gmail.com oder telefonisch unter 01 72/5 43 34 59).