Zurück zur Natur ...

In den Bachlauf werden Strömungslenker eingebracht. (Foto: Gerald Roloff)

Umgestaltung der Wulbeck im Fuhrberger Feld

FUHRBERG/BURGWEDEL (r/bs). Der Unterhaltungsverband Wietze setzt zurzeit ein Förderprojekt zur naturnahmen Umgestaltung der Wulbeck um. Mit dem Ziel die ökologische Durchgängigkeit zu verbessern, finden derzeit auf einer Läge von ca. 3,2 km Arbeiten in der Wulbeck in der Gemarkung
Fuhrberg statt.
Die Wulbeck ist ein Nebenarm der Wietze im Einzugsgebiet der Aller, die regelmäßig abschnittsweise
von Ramlingen bis Wieckenberg trocken fällt. Die wichtigste und effektivste Maßnahme der Renaturierung ist das abschnittsweise Einengen des Bachbettes, das insbesondere im Niedrigwasserprofil derzeit viel zu breit ist.
Dieses geschieht mit naturnahen Bauweisen, die die eigendynamische Entwicklung des Bachlaufes fördern sollen. In den Bachlauf werden zum Beispiel Strömungslenker aus Pfahlreihen, Wurzelstubben und Totholzstämme, aber auch Querriegel aus geschütteten Kiesbetten und Steinen, eingebracht.
Damit bei Hochwasser die gleiche Menge Wasser abfließen kann und es nicht zur Überschwemmung
von Ackerflächen durch die Umgestaltung kommt, werden die vorhandenen Unterhaltungsstreifen in Teilabschnitten tiefer gelegt. Dort wo die Wulbeck nur durch Wald von enercity fließt, werden Böschungswälle abgegraben, um hier Überschwemmungen zu fördern.
Die Wulbeck selber wird nicht verlegt, schlängelt sich jetzt aber im alten Bett. Bis circa Ende Oktober ist es daher möglich, dass Waldbesucher Radlader oder Bagger bei der Arbeit an der Wulbeck treffen werden.
Die Kosten der Renaturierung der Wulbeck von 160.000 Euro kann der Unterhaltungsverband zu 90 Prozent mit Fördergeldern für Vorhaben der Fließgewässerentwicklung des Landes Niedersachsen mit Beteiligung der Europäischen Union bestreiten. Weitere 10 Prozent werden von enercity beigesteuert.