Zu Pfingsten waren die Kleinburgwedeler in Festlaune

Am Samstag wurden die Könige abgeholt in Kleinburgwedel, vorneweg Schützenchef Volker Speckmann und Ortsbürgermeister Jürgen Schodder. Für die Musik sorgten der Spielmannszug Kleinburgwedel und der Feuerwehrmusikzug. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Insgesamt 220 Essen am Kommersabend ausgegeben

KLEINBURGWEDEL (hhs). „Kleinburgwedel im Jubiläumsjahr, da muss man mit allem rechnen“, flachste ein Schütze am frühen Samstagnachmittag in Kleinburgwedel. Er hatte, wie viele seiner Vereinskameraden, gerade den Kommersabend vom Freitag verkraftet und rückte sich kurz vor dem Beginn des Umzuges noch Krawatte und Hut zurecht. „Gestern Abend hat der Festwirt 220 Essen aufgetragen“, sprach er mit Blick gen Himmel, „in Kleinburgwedel ist das Interesse der Mitbürgerinnen und Mitbürger am örtlichen Schützenwesen ungebrochen“, brachte er seinen Gedanken auf den Punkt. Auch im Vorjahr waren es in etwa so viele verkaufte Essensmarken gewesen. Und lange habe der Kommers gedauert, für ihn zumindest, fügte er an, denn als er er nach Hause gekommen ist, sei es schon Sonntag gewesen, und auch schon hell...
Der Kommersabend ist in allen Ortschaften weitgehend der Dorfbevölkerung vorbehalten, man bleibt weitgehend unter sich, sticht das erste Fass an, proklamiert die Majestäten im Verlauf des gemeinsamen Essens. Wer hierher kommt als Nichtmitglied des Schützenvereins zeigt seine Verbundenheit zu Dorfgemeinschaft und Schützenwesen, beweist sein Interesse und Kontaktfreudigkeit. Es gibt zum Beispiel keine bessere Gelegenheit für Neubürger im Ort, die neue Heimat und die Menschen hier kennen zu lernen mit all' ihren Möglichkeiten und Facetten.
Ein kleiner Höhepunkt beim Kommers darf dabei nicht übergangen werden: Werner Bösche, der Präsident des Kreisschützenverbandes, war anwesend, um einige Schützen zu ehren, die sich im Vorstand des Schützenvereins Kleinburgwedel oder in anderen Bereichen um das Schützenwesen verdient gemacht haben: Die Silberne Verdienstmedaille des Niedersächsischen Landesschützenverbandes erhielt der Vereinsvorsitzende Volker Speckmann, mit Bronzenen Medaillen wurden Torsten Sonnefeld, Elke Glombik, Jens Lindemann, Andreas Koernig, Wolfgang Schiermann und Maik Lettau ausgezeichnet. Und anschließend wurde getanzt auf dem Zelt, wie gesagt bis in den frühen Morgen, als es schon hell wurde.
Den Schützenfestsamstag sollten sich die Neubürger in auch nicht entgehen lassen, denn dann werden die Schützenkönige abgeholt „von zu Hause“, wie es auf dem Lande heißt. Solche Umzüge durch die Ortschaft könnten eigentlich immer unter dem Motto „unser Dorf entdecken“ stehen, denn manchmal gelangt man dabei in Gebiete, die man noch nicht wahrgenommen hatte.