Zeitgemäße Räume zum Lernen

„Das ist eine moderne Schule“, lobte Schulleiter Robert Baberske die räumliche Umsetzung des pädagogischen Konzeptes im Neubau, in dessen Innenhof die Eröffnungsfeier stattfand. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Der Übergangsbereich vor den Klassentrakten bietet auf jeder Ebene einen Treffpunkt und Schließfächer. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Offizielle Einweihung des neuen Gebäudeteils des Gymnasiums Großburgwedel

Großburgwedel (bgp). Bereits nach den Sommerferien konnten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I im neuen Gebäudeteil des Gymnasiums Großburgwedel einziehen und den Präsenzunterricht besuchen.
Eine offizielle Eröffnungsfeier gab es bisher nicht, doch nun war es endlich soweit. In einer kleinen Feierstunde wurde der Neubautrakt offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Schulleiter Robert Baberske sprach seinen Dank aus: „Das Gymnasium hat ein großes großes Geschenk erhalten.“ Die Freude und Begeisterung seien bei den Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei den Lehrkräften sehr groß. Man habe ein modernes Gebäude, in dem aber auch auf Bewährtes zurückgegriffen worden sei, lobte er. Aus pädagogischer Sicht sei das freundliche und einladende Gebäude eine „förderliche Umgebung für den Prozess des Lernens.“
Doch es sei nicht nur wichtig, zeitgemäße Räume zum Lernen zu haben, sondern diese auch inhaltlich mit Leben zu füllen: „Wir wollen die Schule zur glänzenden pädagogischen Perle Burgwedels werden lassen“, betonte Baberske.
Bürgermeister Axel Düker dankte allen Beteiligten, die sich seit Jahren für die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums mit einem fundierten pädagogischen Konzept und baulicher Expertise einsetzten. Das Bauvorhaben sei termingerecht fertig geworden, auch bei der Finanzierung habe alles „auf den Euro geklappt“, freute sich Düker.
„Es ist uns gelungen, für unseren Nachwuchs die besten Voraussetzungen zu schaffen“, lobte der Ratsvorsitzende Rainer Fredermann (CDU) und wünschte sich, dass künftige Abiturienten nach ihrem Schulabschluss sagen mögen: „Hier bin ich gern zur Schule gegangen.“
Der Neubau ist mit einem Volumen von 16 Millionen Euro die bisher größte Investitionsmaßnahme der Stadt Burgwedel. In einem Rundgang konnten sich die Gäste ein Bild davon machen, wie im neuen Gebäude moderne pädagogische Konzepte räumlich umgesetzt wurden.
Für das Raumkonzept im Neubau haben die Planer von Depenbrock und dem Mindener Architekturstudio pm die Anregungen von Schülern, Eltern und Lehrkräften aufgenommen und sich einiges einfallen lassen: Jeder Jahrgang der Klassen fünf bis zehn hat seine eigene Etage mit 80 Quadratmeter großen Klassenräumen bekommen, die um einen Aufenthaltsbereich angeordnet wurden, der sogenannten „Homebase“.
Dort können sich die Schüler treffen und lernen oder ihre Freizeit verbringen. Die Ausstattung variiert je nach Jahrgang und orientiert sich damit am Alter der Schüler. Ein weiteres Highlight ist eine Galerie auf jeder Ebene.
In den großzügigen Klassenräumen sind abschließbare Einbauschränke, in denen die Schüler ihre Sachen unterbringen können. Laptopwagen und Unterrichtsmaterialien finden dort ebenfalls Platz. Neben der Eingangstür ist eine Schrankzeile mit Waschbecken und verdeckten Müllbehältern eingebaut worden. Die hellen freundlichen Räume punkten mit interaktiven Whiteboards, Beamer und WLAN-Verbindung. „Die Räume sind toll, aber draußen ist es noch toller“, stellte ein Sechstklässler bei der Eröffnung begeistert fest, nachdem er sein Instrument im Koffer verstaut hatte. Denn Musik der Bläserklassen gab es zur Feier des Tages natürlich auch.