„Zauber der Manege“ begeisterte das Publikum in Thönse

Mutige Artistinnen und Artisten unterhielten begeisterten das Publikum. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Projektzirkus Laluna gastierte an der Sonnenblumenschule

THÖNSE (bgp). Das Zelt auf der Wiese neben der Sonnenblumenschule Thönse war voll besetzt, als Zirkusdirektor Mike Rosenbach dem Publikum eindrucksvoll präsentierte, welches Ziel der Projektzirkus Laluna verfolgt: „Es geht nur gemeinsam. Nur, wenn wir alle eine Familie sind, kann es etwas werden“.
Die ersten bis vierten Klassen der Grundschule hatten innerhalb von zwei Tagen mit professionellen Artisten die Zirkusnummern einstudiert und gaben anschließend eine Vorstellung. Anrührend war schon die erste Darbietung, in der die Kinder mit leuchtenden Schmetterlingen, Fischen und Bändern durch die dunkle Manege schritten.
Mit schwebender Leichtigkeit begeisterten die kleinen Künstler das Publikum und machten deutlich, dass hier jedes Kind seinen Platz gefunden hat. Ganz gleich, welche Fähigkeiten jeder mitbringt, das gemeinsame Erreichen dieser gelungenen Aufführung benötigte viele Talente.
Sportliche Kinder zeigten am Trapez oder auf dem Seil ihr Können, die Kreativen hatten mit ihrer heiteren Clown-Nummer die Lacher auf ihrer Seite. Selbst Zaubertricks und eine „zersägte Jungfrau“ standen auf dem Programm und animierten die Zuschauer immer wieder zu begeistertem Applaus. Die Fakire bewiesen großen Mut und stellten sich mit unbewegter Miene barfuß auf einen Haufen Glasscherben und ruhten sich danach auf dem Nagelbrett ein wenig aus. Andere Kinder präsentierten Tauben und zeigten, dass sie sich mit den kleinen flatternden Artisten schon vertraut gemacht hatten. Nach den einzelnen Darbietungen marschierten die kleinen Künstler einmal rund um die Manege, untermalt vom „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms, was auch die letzten Zirkusskeptiker zum kraftvollen rhythmischen Klatschen animierte.
Die liebevoll gestaltete Aufführung, bei der jede Nummer mit passender Musik unterlegt war, entführte die Besucher nach „Phantastasien“, in eine Welt, die sie schon längst vergessen hatten. Dadurch entstand eine Atmosphäre, die alle ansteckte und den Sinn von Zirkus deutlich machte. Jeder kann etwas, das er im Zirkus einbringen kann, die Herkunft oder der soziale Status spielen dabei keine Rolle. Alle verfolgen das gemeinsame Ziel, den Zauber der Manege zu erfahren, um die Menschen mit ihrer Kunst zu erfreuen.