Wo der Diesel raucht und knattert

Erwin Ruhm meistert mit seinem Porsche Diesel Standard mühelos das Ringstechen bei den Thönser Treckerspielen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Treckerspiele in Thönse forderten den „Motorrittern“ auf dem Schützenplatz alles ab

THÖNSE (bgp). Grüne Umweltplakette, Abgasrichtwerte? Wer braucht die schon, wenn in Thönse zu den Treckerspielen mit alten Dieselrössern aufgerufen wird. Der satte Klang der knatternden Motoren aus den Baujahren 1975 und älter röhrt über den Thönser Schützenplatz, als die Trecker angeworfen werden.
Erwin Ruhm fährt mit seinem leuchtend roten Porsche Diesel Standard über den Platz. Mit einer langen Stange bewaffnet holt er während der Fahrt rasch die Ringe von der aufgespannten Leine des Parcours. Das gelingt ihm locker, denn sein Trecker hat noch keine klimatisierte Kabine und der Aktionsradius ist dadurch nicht begrenzt.
Lediglich ein Notsitz ist auf dem Kotflügel montiert, einen Überrollbügel gibt es nicht. Aber der ist angesichts der gefahrenen Geschwindigkeiten auf dem relativ ebenen Gelände auch nicht nötig.
Kurz darauf steuert Ruhm die nächste Runde an. „Anhänger im Slalom rangieren“ lautet die Aufgabe, die der motorisierte „Ritter“ zu bewältigen hat. Mit viel Geduld und Ruhe fährt er so lange hin und her, bis es geschafft ist. Jörg Bartlau, Vorsitzender der Thönser Treckerfreunde sah ihm dabei zu. „Wir wollten die Treckerspiele mal wieder veranstalten“, sagte Bartlau, dessen Verein im Jahr 2017 mit den Spielen pausiert hatte, weil sich wegen des Dorfmarktes in Thönse einfach kein passender Termin gefunden hatte.
In diesem Jahr habe es jedoch geklappt, freute sich der Vorsitzende. Es ginge jedoch hauptsächlich um Spaß und Spiel, merkte er an und verwies auf die elf Treckerfahrer, die den Kampf um Punkte und Bestzeiten eher sportlich nahmen. Im nächsten Jahr werden sie wieder Gelegenheit dazu haben, denn „die Treckerfreunde wollen nicht noch einmal pausieren“, verspricht Bartlau mit einem Lächeln.