„Wir sind einhellig der Meinung, hier muss nachgebessert werden“

Ortstermin in Fuhrberg: Auch hier an der Einmündung der L 381 in die Ortsdurchfahrt werden bald neue Schilder aufgestellt. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Am Ortseingang aus Richtung Celle werden die Kraftfahrer auf die nächtliche Geschwindigkeitsbeschränkung hingewiesen. Das nächste Schild befindet sich etwa drei Kilometer weit entfernt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Polizei und Stadt fordern eindeutige Beschilderung in Fuhrberg

FUHRBERG (hhs). Am Montagmorgen dieser Woche nahmen die Ordnungsamtsleiterin der Stadt Burgwedel und der Leiter Verkehr des Polizeikommissariats Großburgwedel Dieter Grossmann wie in dieser Zeitung angekündigt die neue Ausschilderung der L 310 in Augenschein. Hier hatten Mitarbeiter der Landesstraßenmeisterei Burgdorf Anfang vergangener Woche an den beiden Ortseingängen aus Richtung Mellendorf und und Celle jeweils ein Verkehrsschild aufgestellt. Die beiden Zeichen beschränken aus Gründen des Lärmschutzes die erlaubte Geschwindigkeit nachts von 22.00 bis 6.00 Uhr für alle Kraftfahrzeuge auf 30 Km/H. Damit hatte die untere Verkehrsbehörde der Region Hannover sehr schnell auf die Beschlüsse der politischen Gremien reagiert und diese obendrein noch verschärft. Ursprünglich war nur an eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den Schwerlastverkehr gedacht. Aber: „Das sind leider zu wenig Schilder“, lautete das Fazit der beiden anschließend.
Damit reagierten die beiden auf die Tatsache, dass an keiner anderen Stelle in der Ortsdurchfahrt Fuhrberg an der L 310 ein weiteres Schild diese nicht ganz unwichtige Neuigkeit an die Kraftfahrer weiter gibt, die nun nicht durch die beiden genannten Ortseingänge auf die L 310 gelangt sind. „Wir sind einhellig der Meinung, dass das so nicht geht“, sagte Polizeihauptkommissar Dieter Grossmann im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Wer jetzt gegenwärtig innerhalb der Ortsdurchfahrt etwas mehr als 50 Km/h nachts fährt und geblitzt wird, der hält sich schon hart an der Grenze zum Fahrverbot auf. Kommt der Fahrer zum Beispiel aus Celle und wird Richtung Ortsausgang Mellendorf kontrolliert, dann können wir ihm die Geschwindigkeitsüberschreitung zur Last legen. Kommt er aus Großburgwedel, dann konnte er von der neuen Begrenzung nichts wissen. Unter diesen Umständen kann ich meine Beamten nachts nicht dorthin zu Geschwindigkeitskontrollen schicken. Die Beschilderung muss in jedem Fall für alle eindeutig sein“, schildert Grossmann das gegenwärtige Dilemma seiner Beamten.

Nun müsse die untere Verkehrsbehörde bei der Region Hannover nachbessern. Diese hatte in ihrer „verkehrbehördlichen Anordnung“ offenbar die zu ändernde Problemlage innerhalb der Ortschaft Fuhrberg nicht richtig eingeschätzt und nur die beiden Schilder angeordnet. Das Landesstraßenbauamt war dabei nur ausführendes Organ. Der Kontakt zur Region Hannover werde nun sehr schnell hergestellt, fuhr Grossmann fort. Und erhofft im gleichen Atemzug, dass die zusätzlichen Schilder ebenso schnell in Fuhrberg aufgestellt werden.
Die Ordnungsleiterin und er seien sich darin einig gewesen, dass es einige Schilder mehr werden in Fuhrberg.“Aber wir wollen dort natürlich keinen neuen Schilderwald entstehen lassen“. Danach sollen aus Richtung Celle gesehen in Höhe der Bushaltestelle, an der Einmündung L 381/Tankstelle Giesche, an der Einmündung Dorfstraße, dann weiter Richtung Mellendorf an den Hauptausfahrten der Baugebiete weitere Schilder auf die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung hinweisen. „Die Stichstraßen können wir dabei vernachlässigen“, so Grossmann.