Wilhelm Timpe verstorben

Wilhelm Timpe, ehemaliger Fuhrberger Ortsbürgermeister und mehrfach ausgezeichneter Kommunalpolitiker, ist am 8. Oktober verstorben.

Langjähriger Fuhrberger Ortsbürgermeister stirbt mit 86 Jahren

Fuhrberg (bs). Am Donnerstag, 8. Oktober, ist Wilhelm Timpe im Alter von 86 Jahren verstorben. Timpe war mehr als 30 Jahre in der Kommunalpolitik tätig.
Der Beginn seines kommunalpolitischen Wirkens lag in einer unruhigen Zeit: 1972 wurde er als Mitglied der CDU in der Ortschaft Fuhrberg in den Rat der damals noch selbständigen Gemeinde Fuhrberg gewählt. Es folgten zwei bewegte Jahre, in denen die Kreisgebietsreform umgesetzt werden musste und die selbständige Gemeinde Fuhrberg 1974 als „einfacher“ Ortsteil in der neu geschaffenen Gemeinde Burgwedel aufging.
Wilhelm Timpe hatte es schon 1954 nach Fuhrberg verschlagen. Er war von Beruf Landwirt, in der Nähe von Peine aufgewachsen und er hatte eine Stelle als Verwalter auf dem Burkschen Hof gefunden. Er lernte in Fuhrberg seine spätere Frau Käthe kennen, die beiden heirateten 1960 und pachteten den Hof, dessen Geschicke der Verstorbene schon als Verwalter gelenkt hatte. Einige Zeit später erbte das Ehepaar Timpe diesen Betrieb.
Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in Fuhrberg hatte einen sehr hohen Stellenwert im Leben der Familie: Wilhelm Timpe war Mitglied in beinahe allen Fuhrberger Vereinen: Bei der Ortsfeuerwehr Fuhrberg zählte er viele Jahre zu den Aktiven, im Schützenverein lag einer seiner weiteren Schwerpunkte, im Sportverein Fuhrberg war er Mitglied und auch bei weiteren Institutionen wie unter anderem beim Realverband, Jagdgenossenschaft, Wasserverband, Beregnungsgenossenschaft, Umlageverband und Unterhaltungsverband Wietze hat Wilhelm Timpe Spuren hinterlassen.
Wilhelm Timpe wird wegen einer ganz besonderen Eigenschaft allen Weggefährten in Erinnerung bleiben: Er war nicht nur Mitglied, er war immer aktives Mitglied im besten Sinn mit großer Freude am Gestalten.
Zu Beginn seines kommunalpolitischen Engagements stand die Mitgliedschaft im Rat der selbständigen Gemeinde Fuhrberg ab 1972. Im Jahr 1974 folgte die Mitgliedschaft im sogenannten Interimsrat Fuhrberg, der den Weg des Übergangs der Ortschaft von Selbständigkeit in Zugehörigkeit zur Gemeinde Burgwedel bereitete. Das wurde in Fuhrberg kontrovers diskutiert. Es war auch das Verdienst von Wilhelm Timpe, dass dieses Vorhaben erfolgreich gelang. Sein ausgeglichenes Wesen und die ausgeprägte Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen, bereiteten hierfür den Boden.
Zu seinen kommunalpolitischen Erfolgen zählte unter anderem der Bau des Radwegs nach Großburgwedel. Auch den Fuhrberger Schützen wird Wilhelm Timpe immer in Erinnerung bleiben: Er ist Erfinder des sogenannten „Gurkenfestes“, eine besondere Veranstaltung am Montag nach dem Schützenfest.
Bis zum Jahr 2001 war Timpe Mitglied im Ortsrat Fuhrberg und im Gemeinderat Burgwedel. In Fuhrberg war er Ortsbürgermeister und stellvertretender Ortsbürgermeister, im Rat der Gemeinde Burgwedel erster und zweiter stellvertretender Gemeindebürgermeister. Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Wilhelm Timpe mit den Bronzenen, Silbernen und Goldenen Ehrennadel der Gemeinde Burgwedel geehrt. Eine weitere Auszeichnung gab es für 25 Jahre Ratsmitgliedschaft. Im Jahr 2005 erhielt Wilhelm Timpe das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.