Wettmarer Schützen feierten zünftiges Richtfest

Mit Richtkrone und Richtspruch wurde der Baufortschritt der neuen Halle am Schützenhaus gefeiert. (Foto: Renate Tiffe)

Neue Halle für das Pistolen- und Bogenschießen

WETTMAR (ti). Als der Schützenverein „Gut Ziel“ seine Schießhalle auf 20 Luftgewehrstände vergrößerte, war eine weitere Halle für das Pistolenschießen schon im Gespräch. Jetzt befindet sie sich seit mehr als einem Jahr im Bau, der im wesentlichen in Eigenarbeit geleistet wird. Am vergangenen Sonnabend wurde Richtfest gefeiert.
Die Richtkrone wurde hochgezogen und nach dem zünftigen Richtspruch von „Polier“ Uwe Räther nahmen er und der zuständige Zimmermann, Karsten Schluckebier den üblichen Schluck aus der Flasche. Unter den Schützen und den Gästen, die zuschauten und Beifall spendeten, befanden sich auch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, sowie der Ortsbürgermeister Rainer Fredermann. Pastor Wilfried Karneboge sprach von dem Neuen, das im Entstehen ist, und dessen Wert in der Fairness des Sports liegen wird, der darin geübt wird. Dafür und dass niemand zu Schaden kommen möge, erbat er Gottes Segen.
Der Dachstuhl war fertig gestellt über einem Bau, der sich weitgehend unter der Erde befindet. Dieser Umstand war nicht nur der Lage des Schützenhauses geschuldet, das auf einer kleinen Anhöhe am Rande des Bruchs liegt. Es hatte auch starken Protest der Anlieger wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung gegeben. Das war für den langjährigen Vorsitzenden Joachim Schluckebier-Risse jetzt fast vergessen. Stattdessen betonte er, dass die Halle nun etwa zur Hälfte für das Bogenschießen vorgesehen ist. Der Verein hat einen hohen Anteil von Jugendlichen, die sich künftig neben dem Lichtpunkt-Schießen auch mit Pfeil und Bogen üben können. Das weitläufige Gelände hinter dem Schützenhaus, das dem Verein vom Realverband überlassen wurde, bietet zudem genügend „Auslauf“ für die Kinder und Jugendlichen.
In der 11 x 31 Meter großen Halle, standen noch Reste des Wassers, das während der Bauphase mehrfach ausgeschöpft werden musste. „Überall in Wettmar gibt es Sandboden, nur hier ist der Boden lehmig, sodass das Wasser nicht abfließen kann“, beklagte Schluckebier-Risse ein wenig den zusätzlichen„Stress am Bau“. Viel lieber sprach er aber von der vielfältigen Hilfe, die den Schützen beim Selberbauen auch von den anderen Vereinen des Dorfes zuteil geworden war und die auch weitergehen werde. „Wir in Wettmar halten zusammen“. In jedem Verein gibt es Fachleute, deren Arbeit gebraucht wurde. Sonst hätten die 160.000 Euro, die anfangs als Kosten veranschlagt wurden, nicht ausgereicht. Dass die Region sich kürzlich mit einem Zuschuss beteiligte, wertete der Vorsitzende über die Geldsumme hinaus vor allem auch als Anerkennung für die freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeit.
Nun steht noch der Innenausbau an, bei dem die Be- und Entlüftung besondere Beachtung erfordert. In der ersten Hälfte 2011, etwa im April oder Mai soll alles fertig sein.