Wettmarer Dorffest - eine bunte Mixtur, die für jeden etwas bereithielt

Der Termin für das Dorffest war gut gewählt.Die Ferienlaune war noch da und man freute sich, Nachbarn und Bekannte wieder zu treffen. (Foto: Renate Tiffe)

Sommerliches Vergnügen für große und kleine Gäste

WETTMAR (ti). Sommerliche Feste auf dem Dorfplatz hat es über die Jahre in Wettmar immer wieder gegeben. Mal präsentierten sich die Vereine mit ihren Aktivitäten beim Sommerfestival, mal wurden die sportlichen Ambitionen verschiedener Gruppen beim „Spiel ohne Grenzen“ herausgefordert. Das Dorffest am vergangenen Sonntag war eine Mischung aus beidem und noch viel mehr. Beim Publikum kam die Veranstaltung – vom Verein wettmar.de ins Leben gerufen – sehr gut an.
Ein Bauernmarkt gehörte dazu. Und so präsentierten sich der Wettmarer Ziegenhof neben einer Imkerei, neben Ständen mit Olivenöl oder mit allen erdenklichen Teesorten. Die Engenserin Margrit Künstler zeigte, wie früher Butter gemacht wurde und verkaufte sie in kleinen Mengen. Eine Korbmacher-Werkstatt war vertreten neben Anbietern von Holzgegenständen mit Brandmalerei, von Schmuck und Taschen. Mittendrin lenkte der Heimatverein die Aufmerksamkeit auf sein derzeitiges Hauptprojekt, den Wiederaufbau der Bockwindmühle. Und die Wettmarer Bücherei verzeichnete den reißenden Absatz von Büchern, die übrig waren, die nichts kosteten aber ab und zu eine kleine Spende einbrachten. Auf dem Boden davor hockten Kinder auf Decken mit ihren Flohmarktsachen. Am Eingang des Platzes drehte sich ein Kinderkarussell und an der anderen Seite waren Oldtimer-Trecker zu sehen. Genug zum Kaufen und zum Schauen - eine bunte Mixtur, die für jeden etwas bereithielt.
Der Termin gegen Ende der Sommerferien war gut gewählt. Die Ferienlaune war noch da und man freute sich, Nachbarn und Bekannte wieder zu treffen. Verabredungen gab es bei Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus – die Nachfrage war so groß, dass das Kuchenbüfett schon gegen vier Uhr geräumt war – oder an den Ständen der „Gruppe 1- aktiv für Wettmar“, die wie immer für die „Grundversorgung“ an Bratwurst und Pommes, an Bier und anderen Getränken zuständig war. Günter Dreblow und sein Orchester sorgten für den musikalischen Hintergrund.
Natürlich hatte wettmar.de mit seinem jungen Vorsitzenden Jonny Kurtze („ich bin schon 19“) auch ein Programm vorbereitet. Die Aikido Gruppe vom TSV Wettmar führte einen Schaukampf vor, die Kinder konnten sich beim Basketball-Wurfwettbewerb und beim Torwandschießen üben. Eine Tombola warb mit 200 Preisen – Hauptgewinn ein Fahrrad. Originell war, dass auch bei Nieten keiner leer ausgehen musste. Für zehn Nieten gab es einen Beutel Kartoffeln.
Um 11.00 Uhr war der Beginn des Dorffestes und es waren von Anfang an mehr Besucher da als erwartet. Vielleicht waren es zuerst vor allem die Wettmarer, die „mal gucken“ wollten. Im Laufe des Nachmittags kamen auch immer mehr Auswärtige. „Wo kommen die vielen Leute her“, wunderte sich Heinrich Neddermeyer, Fuhrbergs Bürgermeister, „es sind doch noch Ferien“.