Werner Hering mit dem Verdienstorden ausgezeichnet

Werner Hering nimmt aus der Hand der 1. Stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther die Auszeichnung entgegen. (Foto: Renate Tiffe)

Anerkennung für das Schützenwesen in den Altdörfern

ALTWARMBÜCHEN (ti). Eine größere Festgesellschaft hatte sich im Rathaussaal versammelt, darunter viele bekannte Gesichter aus dem Schützenwesen. Einer der ihren, der langjährige Vorsitzende des Schützenvereins in KB, Werner Hering, wurde mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die die Bundesrepublik Deutschland zu vergeben hat. Aus der Hand der 1. Stellvertretenden Regionspräsidentin, Angelika Walther, erhielt Hering das Verdienstkreuz verliehen.
Im Bereich des Schießsports sind dem Diplomingenieur aus KB schon alle Ehrungen zuteil geworden. Hering ist Träger der Verdienstnadel in Gold des Niedersächsischen Sportschützenverbandes und des Ehrenkreuzes des Kreisschützenverbandes Burgdorf, dessen Ehrenmitglied er ist.
Hering war 1959 im Alter von 14 Jahren in die Schützengesellschaft Isernhagen KB eingetreten, deren Vorsitzender sein Vater war. Er gehörte bereits dem Vorstand an, als er 1973 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Das Amt des Vorsitzenden übte er von 1993 bis 2009 aus.
Seit 1996 hatte er sich stark für den Ausbau eigener Vereinsräume engagiert und für ihre Wiederherrichtung gesorgt, als diese bei einem Brand stark beschädigt wurden. Der Tradition verpflichtet, war Hering u.a. für die Wiederbelebung des Isernhagener Hahnenschießens eingetreten, einem Brauch aus dem 17. Jahrhundert, dem nur alle sieben Jahre gefolgt wird.
Der Geehrte hat sich in den 48 Jahren seiner Tätigkeit im Vorstand der Schützengesellschaft von KB zum Wohle des Schießsports und der Gemeinschaft eingesetzt. Die Integration von Personen in das Vereinsleben sei ihm ohne Rücksicht auf die Herkunft, Bildung und das Geschlecht wichtig gewesen. Zugleich habe er Eigeninitiative und Verantwortung des Einzelnen auf allen Ebenen gefördert und gefordert. Integres und ehrliches Verhalten hatten seine Amtszeit geprägt, hob Frau Walther hervor.
Der erste Gratulant war Bürgermeister Arpad Bogya, der Wert darauf gelegt hatte, dass die Ehrung im Ratssaal stattfand. Hering habe die Kontakte zu den Schützen in den 90er Jahren vorangebracht, die ein wesentliches Element in den Dörfern seien, sagte Bogya. Stets sei er in der Lage gewesen, auf freundliche Art ein deutliches und klares Wort zu sprechen. Es sei sein Verdienst gewesen, dass der Rat sich mit 20.000 Mark am Aufbau der Schießstände für die Übungen mit Jugendlichen beteiligte hatte, eine besondere Form der Sportförderung, mit der der Rat sich schwer getan hatte.