Wenn die Grundschule brennt ...

Aufgabenverteilung bei der Großübung der Feuerwehren an der Grundschule Kleinburgwedel.

Feuerwehrleute proben die Zusammenarbeit bei Personenrettung und Brandbekämpfung

KLEINBURGWEDEL (bs). Gegen 18.15 Uhr heulten vergangenen Mittwoch in Großburgwedel, Fuhrberg und Kleinburgwedel die Sirenen. Ergänzend dazu wurden die Einsatzkräfte über die persönlichen Alarmempfänger informiert. Das Szenario: Zwei Bereiche der Grundschule in Kleinburgwedel standen in Flammen und es befanden sich noch Personen in dem brennenden Gebäude.
Gerade einmal vier Minuten benötigte die mannschaftsstarke Feuerwehr Kleinburgwedel zum Einsatzort. Nur kurze Zeit später traf die Verstärkung aus Fuhrberg und Großburgwedel ein. Oberste Priorität hatte die Rettung der noch eingeschlossenen Personen. Hierzu wurde das Grundschulgebäude in zwei Brandabschnitte aufgeteilt: Der Hauptzugangsbereich und
rückwärtige Bereich mit dem ehemaligen Lehrerzimmer und der Bibliothek wurde den Ortsfeuerwehren Fuhrberg und Kleinburgwedel zugeteilt. Den zweiten Brandabschnitt, der den Sanitärbereich beinhaltete, mit Anfahrt und Brandbekämpfung von der rückwärtigen Burgstraße aus, übernahm die Ortsfeuerwehr Großburgwedel.
Zur Rettung der Personen waren insgesamt 18 Atemschutzgeräteträger im Einsatz, die von rund 60 Feuerwehrkräften unterstützt wurden. Zu deren Aufgaben zählten Löschwasserversorgung, das Ausleuchten der Zugangsbereiche für sicheres Vorgehen und Arbeiten, das Aufbrechen verschlossener Fenster und Türen sowie für den Rauchabzug zu sorgen, damit die suchenden Einsatzkräfte klarere Sicht erhielten. Darüber hinaus kam das aufblasbare Zelt zum Einsatz, um die geretteten Personen zu betreuen und den Atemschutzgeräteträgern nach ihrem schweißtreibenden Einsatz eine Aufenthaltsmöglichkeit zu bieten.
Die Erprobung des Ernstfalls konnte nur aufgrund des anstehenden Umbaus der Grundschule Kleinburgwedel durchgeführt werden. „Eine optimale Gelegenheit, weil diese Gebäudeteile dann abgerissen werden“, erläuterte Ingo Bähre, Pressesprecher der Stadtfeuerwehr, den Ablaufplan der Übung.
Rund eine Stunde dauerte der Großeinsatz der 80 Feuerwehrleute. „In diesem Erprobungseinsatz haben alle beteiligten Ortsfeuerwehren neue Rückschlüsse auf ihre bereits vorbereiteten Abläufe und Vorgehensweisen sammeln können“, erklärte Ingo Bähre abschließend. Damit hätten sich einige Verbesserungsmöglichkeiten ergeben, aber auch viele standardisierte Techniken bewährt.