Wechsel in der General Wöhler Stiftung zum 25 jährigen Jubiläum

Der Vorstand der General Wöhler Stiftung v.l.: Christian Oehlschläger, Helmut Ostermann, der scheidende Vorsitzende Dr. Henry Braunwarth, Jürgen Veth, Otto bahlo, Rolf Fortmüller. (Foto: Heimatstube General Wöhler Stiftung)

Jürgen Veth übernimmt den Vorstand/Otto Bahlo 2. Vorsitzender

GROSSBURGWEDEL (r/hhs). Nach mehr als 25-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender der General-Wöhler-Stiftung in Großburgwedel ist Dr.Henry Braunwarth mit Wirkung zum 30. Juni aus Altersgründen von seinem Vorstandsamt zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige 2.Vorsitzende und Leiter der Heimatstube, Jürgen Veth, berufen. Zum neuen 2.Vorsitzenden wählte das Vorstandsgremium Otto Bahlo aus Großburgwedel. Mit Christian Oehlschläger aus Großburgwedel konnte zudem der Verjüngungsprozess im Vorstand fortgeführt werden. Der Großburgwedeler Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller kraft Amtes und Helmut Ostermann, ebenfalls aus Großburgwedel, vervollständigen das laut Satzung aus mindestens 5 Personen zu bestehende ehrenamtliche Gremium.
Nicht nur im Hinblick auf die Halbjahresbilanz zum 30. Juni dieses Jahres wurden die Wechsel im Vorstand ganz bewusst zu diesem Datum vorgenommen. Das alle zwei Jahre stattfindende Hoffest in der Heimatstube der Stiftung verleiht diesem Vorgang zusätzlich einen würdigen Rahmen. Dr. Henry Braunwarth kann mit viel Stolz und Zufriedenheit auf die von ihm zu verantwortenden ersten 25 Jahre Stiftungsarbeit zurück blicken. Von seinen Vorstandskollegen wurde der bescheidene und rüstige Rentner und Privatier in „kleinem Kreise“ entsprechend gewürdigt, zum Ehrenvorsitzenden ernannt und mit einem Abschiedsgeschenk überrascht. „Das Hoffest sei genug Feierlichkeit“, mit diesen Worten wich der scheidende Vorsitzende einem offiziellem Empfang zur Verabschiedung aus.
Die General-Wöhler-Stiftung wurde von den Eheleuten General a.D. Otto Wöhler und seiner Ehefrau Gertrud Wöhler geb. Zinn gegründet, da die Ehe kinderlos geblieben war. Grundsätzliche Basis für die Stiftungsarbeit ist die Satzung, von der nicht abgewichen werden darf. Als oberste Aufsichtsbehörde wacht das Ministerium für Inneres und Sport in Niedersachsen unter anderem über die Einhaltung der Satzung.
Der Todestag des General Wöhler am 8. Februar 1987 ist gleichzeitig das Geburtsdatum der Stiftung, die laut Satzung neben dem Kapitalerhalt ausschließlich zwei Aufgaben zu erfüllen hat: Die Unterstützung Bedürftiger in Großburgwedel und Meitze/Wedemark und den Ausbau und Betrieb der von der Stiftungsmitgründerin Gertrud Wöhler initiierten Heimatstube.
Bereits im Folgejahr 1988 konnte Dr. Braunwarth mit seinen Vorstandskollegen die ersten Förderfälle positiv bescheiden und somit begann vor 25 Jahren die Unterstützung Bedürftiger in den genannten Ortschaften. Neben kleinen monatlichen Unterstützungszahlungen zum Lebensunterhalt beteiligte sich die Stiftung z.B. auch mit Einmalzahlungen zum Zahnersatz oder bei Sehhilfen. Auch Nachzahlungen für Energiekosten, die zumeist von vielen älteren und alleinstehenden Menschen nicht geleistet werden können, wurden häufig bezuschusst. Selbst das Mittagessen in der Mensa des Großburgwedeler Schulzentrums konnte für bedürftige Schüler ermöglicht werden. Es wurde aber auch älteren, einkommensschwachen Mitmenschen die Teilnahme an einer Gruppenreise durch eine Kostenübernahme ermöglicht.
Auf förderbedürftige Bürger aufmerksam gemacht wird die Stiftung u.a. durch die Stadtverwaltung, das Diakonische Werk in Großburgwedel, durch Kirchenvertreter, durch die Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel und auch durch Privatpersonen.
Zur Zeit leidet die Stiftungsarbeit –wie bei nahezu allen Stiftungen- ein wenig durch den Zinsverfall an den Kapitalmärkten. Die General-Wöhler-Stiftung nimmt daher gern Spenden entgegen, die aufgrund der Gemeinnützigkeit der Stiftung bei der Einkommensbesteuerung selbstverständlich abzugsfähig sind.
Die Hilfe für bedürftige Bürger in Großburgwedel und Meitze summiert sich seit Bestehen der Stiftung bei den monatlichen Zuwendungen auf ca. 4000 Zahlungsvorgänge mit einem Volumen von rund 400.000 EUR. Zuzüglich der einmaligen Zuwendungen von ca. 1000 Zahlungsvorgängen mit einem Volumen von rund 150.000 EUR ergibt sich eine Gesamtsumme in Höhe von rund 550.000 EURO. Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt diese bisher so erfolgreiche und wichtige Arbeit unvermindert fort zu setzen.