WEB: Zünftiges Sommerfest zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs

Bärbel Wieckenberg begrüßte die Gäste und forderte alle auf, am 11. September an der Kommunalwahl teilzunehmen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Wir sind die Alternative in der bürgerlichen Mitte“

ENGENSEN (hhs). Am Samstagabend hatte die Wählergemeinschaft Engenser Bürger WEB gewissermaßen als Auftakt zur heißen Phase des diesjährigen Kommunalwahlkampfs zum Sommerfest eingeladen. Das fand unter großer Beteiligung der Engenser in Wieckenbergs Scheune statt. Der Zulauf begann etwas schleppend, aber „nach der Sportschau“ waren es schnell 150 Besucherinnen und Besucher. Diese wollten natürlich nicht nur das Wahlprogramm näher kennen lernen, sie wollten miteinander feiern und klönen und einen schönen Abend verleben.
Daher machte es Bärbel Wieckenberg auch kurz bei der Begrüßung der Gäste. Die WEB habe in den vergangenen fünf Jahren eine Menge an Projekten voran gebracht. Jetzt in den Sommerferien habe weder eine Ferienmaßnahme stattgefunden, in der Ortschaft sei ein Vielzahl an Veranstaltungen erfolgreich verlaufen, die WEB habe die Vereine und die Dorfgemeinschaft unterstützt und man habe viele Projekte durchgebracht, zuletzt die von vielen erhoffte Verbindung der eigenen Ortschaft mit Schillerslage mit dem schönen Radweg. „Gehen Sie bitte alle am 11. September zur Wahl“, forderte sie ihre Gäste auf und dann ging es ans Feiern, mit dem Hinweis, dass auf den beiden Stellwänden an der Wand die Programme der Wählergemeinschaft für den Ortsrat und den Stadtrat nachzulesen sind.
Die WEB bezeichnet sich als „die Alternative in der bürgerlichen Mitte. Sie tritt mit insgesamt acht Kandidatinnen und Kandidaten in den beiden Wahlbereichen für den Stadtrat an. Und bemerkenswert dabei: Die Hälfte sind Frauen. Im Wahlbereich I Großburgwedel Oldhorst sind es Ilona Laue, Bärbel Wiekenberg, Peter Lieckfeld, Susanne Dorbandt und Bärbel Lübbe. Im Wahlbereich II der Ortsbürgermeister von Engensen Friedhelm Stein, Heinz Schröder und Manfred Tietz. Für den Ortsrat Engensen bewerben sich Friedhelm Stein, Ilona Laue, Heinrich Knoche, Heinrich Wiekenberg, Heinz Schröder, Ute Düvel, Manfred Tietz, Thomas Bertram, Aloys Krause und Thomas Birkner. Bei der letzten Kommunalwahl sorgte das Team der WEB für große Überraschung: In der Ortschaft Engensen erzielte sie gut 56% Prozent der Stimmen, bei der Wahl zum Stadtrat 9% und damit drei Sitze in dem Gremium.
Die Ziele sind unterteilt für die Ortschaft Engensen selbst und für die Arbeit im Stadtrat. Ganz oben auf der Liste steht der Neubau einer neuen und größeren Sporthalle in Engensen nach den Vorschlägen des IKPS-Gutachtens. Die WEB werde den Sporthallenneubau in Engensen vorantreiben. Eine Güterbahntrasse durch Engenser Gemarkung wird abgelehnt. Um verstorbenen Mitbürgern in angemessener Form die letzte Ehre erweisen zu können, werde ein Wind- und Wetterschutz im Außenbereich der Kapelle gebraucht. Zu dem werde die WEB für einen Parkstreifen und der Friedhofsaußenanlage an der Waldstraße eintreten.
Der neue Radweg müsse nun auch sicher durch die Ortschaft geführt werden. Die WEB schlägt einen Verlauf durch den Sonnenweg vor und will für eine sicher Querung der Ramlinger Straße sorgen. Es müsse eine Lösung für die Verkehrssituation Ackerdamm, Mühlenweg, Wettmarer Straße gefunden werden. Man werde sich dafür einsetzen, dass die Regio-Busse auch wieder nachmittags den Lahberg bedienen.
Darüber hinaus setzt sich die WEB für diebstahlsichere Anschlussmöglichkeiten für Fahrräder an der Bushaltestelle Kapellenstraße ein und für die Beibehaltung des bisher praktizierten Systems der Restmüllentsorgung. Die WEB will eine Jugendwerkstatt für acht bis 14-Jährige einrichten und damit unterschiedliche Workshops anbieten. Zur Weiterentwicklung des Ortes werde die Wählergemeinschaft bei Bedarf Neubaugebiete und Lückenschließungen vorantreiben. Die WEB werde weiterhin mittels Rundbriefen ausführlich informieren und weiterhin aktive Seniorenarbeit leisten.
Die hier genannten Punkte von überörtliche Bedeutung gehen auch in das Programm für den Stadtrat ein. Dazu noch die Befürwortung eines Mitsprachrechts ohne Stimmrecht für Vertreter eines Seniorenbeirats und der behinderten Mitbürger, einen Friedwald für Burgwedel, stärkere Berücksichtigung der Entscheidungen der Ortsräte im Stadtrat, Verbesserung des Winterdiensts, Neubau eines Radwegs von Großburgwedel über Oldhorst nach Schillerslage, Verbesserung der Situation für Rollstuhlfahrer am Bahnhof und schließlich ein repräsentatives Trauzimmer im Standesamt.