Wasserstoffangetriebenes Auto getestet

Klärwerksmitarbeiter ziehen nach Profahrten positives Fazit

BURGWEDEL (r/bs). Das Kollegium des Klärwerks Burgwedel hat einen wasserstoffangetriebenen Toyota Mirai einen Nachmittag im Betriebsalltag getestet.
Hintergrund dieser Probefahrt ist, dass die Stadt Burgwedel in Erwägung zieht, bei einer Ersatzanschaffung im Fuhrpark des Klärwerks mittel- oder langfristig auf ein wasserstoffangetriebenes Fahrzeug zurückzugreifen.
Das Besondere am getesteten Toyota Mirai ist, dass er zu 100 % mit Strom fährt, der im Fahrzeug gewonnen wird, während im Brennstoffzellenblock Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert. Anstelle von CO² oder anderen Schadstoffen fällt dabei lediglich Wasserdampf als Abfallprodukt an.
Ein Tankprozess, bei dem geruchloser und ungiftiger Wasserstoff in Gasform getankt wird, dauert wie ein herkömmlicher Tankvorgang nur wenige Minuten. Dennoch deckt eine Tankfüllung eine Reichweite von circa 500 Kilometer ab.
Das Fazit der Probefahrer ist sehr positiv. Da sich das Netz an Wasserstofftankstellen in der näheren Umgebung aktuell allerdings sehr lückenhaft darstellt, ist verständlich, dass mit einer Anschaffung nicht in den nächsten drei Jahren zu rechnen ist.
Auch das in Kleinburgwedel ansässige Unternehmen JAG, das sich mit „grünem“ Wasserstoff für Antriebe auseinandersetzt, bietet derzeit noch nicht die Möglichkeit, das Fahrzeug an der innerbetrieblichen Forschungstankstelle zu betanken. Allerdings sollen bereits 2020 die Prozesse so umgestellt werden, dass dann auch Private in Kooperation mit JAG Wasserstoff tanken können, so der Geschäftsführer.