Waldweg im Rahden gesperrt

Wegen massiver Dürreschäden wird der am westlichen Rand verlaufende Weg im Rahden aus Sicherheitsgründen für unbestimmte Zeit gesperrt. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Landesforsten sperren Waldweg wegen massiver Dürreschäden

WETTMAR (r/bs). In Folge der nahezu zweijährigen Trockenheit zeigen viele Bäume, vor allem Rotbuchen, starke Absterbeerscheinungen. Der Befall durch holzzersetzende Pilze lässt das Holz an Stabilität verlieren. Herabfallende Äste und Kronenteile bis hin zu in Gänze umstürzende Bäume sind die Folge.
Auch im Rahden bei Wettmar sind Schäden zu beklagen. Am westlichen Rand des bei Erholungssuchenden beliebten Waldes verläuft ein viel begangener Waldpfad, der aus einem alten Trimmpfad entstand, durch den Laubwald. „Die Dürre der Jahre 2018 und 2019 hat an vielen Bäumen gravierende Spuren hinterlassen. In den Baumkronen zeigen sich trockene Äste, die jederzeit herabstürzen können. Manche Baumkrone ist zu großen Teilen abgestorben, stellenweise sind auch ganze Bäume vertrocknet“, erklärt Hans-Martin Roese, Leiter des Forstamtes Fuhrberg.
Da es auch für die Waldarbeiter zu gefährlich ist, die absterbenden Bäume zu fällen, sieht sich das Forstamt gezwungen, den Weg auf unbestimmte Zeit zu sperren. Roese bittet darum die Sperren, die in den nächsten Tagen vom Forstamt eingerichtet werden, dringend zu beachten.
„Zwar geschieht das Betreten des Waldes immer auf eigene Gefahr und Erholungssuchende müssen stets mit diesen waldtypischen Gefahren rechnen. Da dieser Weg aber sehr viel begangen wird, erscheint es uns im Interesse der Sicherheit der Waldbesucher ihn zu sperren. Es ist leider noch nicht abzusehen, wie die Schäden voranschreiten und wann wir den Weg wieder freigeben“ erläutert der Forstamtsleiter.
Ein anderer, im Osten des Rahden verlaufender Trimm-Dich-Pfad wird von der Stadt Burgwedel betrieben, dieser ist von der Sperrung nicht betroffen. In Folge des Orkans Friederike im Januar 2018 und der sich anschließenden Dürre des Sommers 2018, die sich auch im Jahr 2019 fortsetzte hatten sich in den Fichtenwälder Borkenkäfer massenhaft vermehrt und großflächige Schäden verursacht. Durch die anhaltende Dürre und die Hitze der Sommer leiden aber auch andere Baumarten. Sie verlieren an Vitalität und werden anfällig für Schaderreger wie Insekten und Pilze.
Insbesondere Buchen sind hiervon betroffen. Sie warfen vielfach bereits im Spätsommer 2018 ihr Laub ab und trieben im Frühjahr 2019 nur spärlich aus. Das Holz der absterbenden Buchen wird durch Pilzbefall schnell brüchig, sodass auch bei Windstille mit dem unvermittelten Abbruch, teilweise auch noch belaubter Äste und Kronenteile gerechnet werden muss.