Vorstellung der Neubaupläne des Gemeindezentrums

Die Zustimmung der Gremien im Stadtrat vorausgesetzt, könnte sich die Stadt an den Kosten für das Projekt beteiligen. Das wäre ein Gewinn für beide Seiten, meinte Ortsbürgermeister Fredermann. (Foto: Renate Tiffe)

Ensemble von drei Gebäuden gibt freien Blick auf die Kirche

WETTMAR (ti). Ziemlich schnell war bei den Beratungen auf den verschiedenen Ebenen klar geworden, dass alle drei Gebäude des Gemeindezentrums an der Hauptstraße weichen müssen. Sowohl die sogenannte Pfarrscheune, wie auch das Pfarrhaus und der Gemeindesaal entsprechen nicht mehr den Anforderungen der Zukunft. Unter vier Architekten-Entwürfen war jetzt zu entscheiden, wie das neue Gemeindezentrum der St. Marcus Kirche in Wettmar aussehen soll.
Eine Jury, der neben Vertretern der Landeskirche und des Amtes für Bau- und Denkmalspflege, dem Superintendenten und Mitgliedern des Kirchenvorstandes auch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und der Wettmarer Ortsbürgermeister Rainer Fredermann angehörten, hatte die Entwürfe zunächst in Augenschein genommen und eine Vorentscheidung getroffen. Am Mittwoch vergangener Woche sprach sich dann auch der Kirchenvorstand für den Plan der hannoverschen Architekten-Gruppe Mosaik aus.
Wichtige Vorgabe für die Entwürfe war, dass der Blick auf die Kirche von der Hauptstraße aus frei bleiben soll. Das ist bei dem ausgewählten Entwurf gut gelungen, der auch den geraden Weg vom Gemeindezentrum aus, entlang am Gemeindesaal und dem Innenhof zulässt.
Von der Hauptstraße her ist neben dem Gemeindesaal mit fast quadratischem Grundriss und dem schräg dazu angeordneten, langgestreckten Hauptgebäude die Giebelseite des Pfarrhauses zu sehen, alles in rotem Klinker gehalten. Wieweit bei der optischen Gestaltung die anfangs diskutierte Angleichung an die St. Marcus-Kirche realisiert werden kann, wird sicher eine Frage der Kosten sein.
Im Haupthaus mit einem langen Flur zum Gemeindehof werden außer einem Gemeinderaum und dem Pfarrsekretariat ein Jugendraum und das Kirchenarchiv untergebracht sein. Pluspunkte des favorisierten Entwurfs sind der separate Gemeindesaal, der über einen gläsernen Übergang mit dem Hauptgebäude verbunden ist, und der attraktive Innenhof für Gemeindefeste. Der Gemeindesaal wird mit ca. 90 Quadratmetern Fläche nur geringfügig kleiner sein als der derzeitige Raum. Die Zugänge sowohl von der Straße her als auch vom Innenhof sind über den Glasanbau, eine Art Foyer, vorgesehen.
Nachdem nun die Vorstellungen über die Anordnung und den Bau der Gebäude konkretisiert wurden, geht es jetzt an die Feinarbeit. Eine Liste mit Änderungswünschen ist bereits vorhanden. Ganz wesentlich wird es auf die Finanzierung ankommen. Wie der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Günter Hennigs bereits mitteilte, wird der bisherige Kostenrahmen nicht ausreichen. Vermutlich muss die Millionengrenze überschritten werden. Die Kosten teilen sich die Landeskirche, der Kirchenkreis und die St. Marcus-Kirche zu jeweils einem Drittel.
Da trifft es sich gut, dass die politische Gemeinde, sprich der Ortsrat, zurzeit auf der Suche nach einem ebenerdigen Versammlungsraum ist. Die Zustimmung der Gremien im Stadtrat vorausgesetzt, könnte sich die Stadt an den Kosten für das Projekt beteiligen. Das wäre ein Gewinn für beide Seiten, meinte Fredermann gegenüber den „Burgwedeler Nachrichten“ als er bei der öffentlichen Besichtigung hereinschaute.
Wie Hennigs sagte, werden die Pläne weiter im Gemeindehaus aushängen und können nach Absprache eingesehen werden.