Vor dem Spargelessen stand das Besichtigungsprogramm

Forstamtsleiter Karl-Heinz Bremus (2.v.l.) führte die Gruppe über den Wertholzlagerplatz. (Foto: Hans Hermann Schröder)

CDU informierte sich über Wertholzlagerplatz und Biogasanlage

FUHRBERG (hhs). Seit einigen Jahren ist es Tradition bei den Burgwedeler Christdemokraten, dass der CDU-Ortsverband Fuhrberg die anderen Ortsverbände zu einem gemeinsamen Spargelessen in die Fuhrberger Spargelwirtschaft auf dem Hof Heuer einlädt. Diese Veranstaltung dient nicht nur der Befriedigung der kulinarischen Bedürfnisse rund um das Edelgemüse, es stehen auch immer kleine Touren mit Schlepper und Wagen auf dem Programm, Touren in die nähere Umgebung Fuhrbergs, die interessante Informationen zur Ortschaft bieten. In diesem Jahr beinhaltete das Beiprogramm die Besichtigung des Wertholzlagerplatzes des Niedersächsischen Forstamts Fuhrberg und eine Führung durch die neue Biogasanlage des Landwirts Henning Warnecke.
Forstamtsleiter Karl-Heinz Bremus begrüßte die gut 30 Teilnehmer am Wertholzlagerplatz. Unter den Gästen befanden sich die ehemalige Bundestagsabgeordnete Monika Brüning mit Ehemann, die Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller aus Großburgwedel, Rainer Fredermann aus Wettmar und natürlich Heiner Neddermeyer aus Fuhrberg sowie viele Rats- und Ortsratsmitglieder aus den christdemokratischen Reihen.
Der Termin sei gerade noch günstig für einen Rundgang, so Forstamtsleiter Bremus, denn es lägen noch ausreichend Stämme Holz auf dem Platz. Die Holzkäufer hätten schon damit begonnen, ihr Wertholz abzutransportieren. Es gäbe insgesamt sieben dieser Plätze im Bereich der Niedersächsischen Landesforsten, auf denen die besten Stämme aus mehreren Forstämtern als zentralem Ort abgelegt werden. Hier können die Interessenten die Stämme begutachten und anschließend schriftliche Gebote für das Holz abgeben. Dieses wechselt dann im Rahmen einer Submission, einer Versteigerung mit schriftlichen Angeboten, den Besitzer.
Insgesamt seien hier etwa 720 Festmeter Wertholz für die Submission gelagert worden aus den Revierförstereien des Forstamts Fuhrberg, aus den Forsten der Stadt Hannover, den beiden Forstbetriebsgemeinschaften Fuhrberg-Leine und Celler-Land sowie weiteren Privat- und Genossenschaftswäldern. Im wesentlichen handele es sich dabei um Eiche, Roteiche, Bergahorn und Esche. Wenn man die 700 Festmeter hier liegen sehe, erscheine das als eine gewaltige Menge, so Bremus. Tatsächlich mache das Wertholz, das in den Landesforsten geschlagen werde, nur etwa 1 % des Gesamteinschlags an Holz aus. „Niemand muss befürchten, dass die Landesforsten nicht pfleglich mit ihren alten Wäldern umgehen, oder zu viel einschlagen“, entgegnete er auf einen Einwurf, der diese häufig ins Feld geführte Befürchtung thematisierte. „Wir schlagen weitaus weniger Holz, als wir an jährlichem Zuwachs in den Forsten haben. Wir arbeiten nachhaltig. Auch die uns folgenden Generationen werden weiterhin auf Wertholz aus den heimischen Wäldern zurückgreifen können“.
Die Bedeutung des Wertholzes sei allerdings hoch. Sie liege bei etwa 13 bis 14 % aller Einnahmen der Landesforsten aus dem Holzverkauf. Das Forstamt Fuhrberg habe für dieses gute Holz einen festen Käuferkreis aus dem gesamten norddeutschen Raum und aus den Nachbarländer Frankreich und Dänemark. In diesem Jahr sei der größte Teil des Wertholzes von einem Käufer aus Dänemark erworben worden.
Danach bestieg die Besuchergruppe wieder Trecker und Wagen und es ging zur neuen Biogasanlage Warnecke am Grasbruchweg, die Ende vergangenen Jahres gewissermaßen in Rekordzeit gebaut wurde und nun schon Strom aus Biomasse produziert. Als Henning Warnecke in kurzer Führung die Funktionsweise der Anlage erläutert hatte, ging es zur letzten Station, die Fuhrberger Spargelwirtschaft, wo „Spargel satt“ für alle geordert war, traditionell mit einem Korn hinterher.