Von der Pilzexkursion bis zur Jahreabschlusswanderung: NABU legt sein Halbjahresprogramm vor

Die Pilzexkursion mit Dr. Rita Lüder war im vergangenen Herbst auch bei strömendem Regen ein großartiges Erlebnis. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Horst Hagenberg, langjähriger Vorsitzender des NABU Burgwedel Isernhagen, findet immer etwas am Wegesrand, wie hier den Stendelwurz. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Wegen des großen Erfolges im Vorjahr wird Pilzexkursion mit Dr. Rita Lüder wiederholt

BURGWEDEL (hhs). Der Naturschutzbund Burgwedel und Isernhagen stellte jetzt sein Programm für das zweite Halbjahr 2010. Der NABU hat damit wie auch in den Vorjahren viele verschiedene Themengebiete mit Leben gefüllt und es lässt sich für jeden Geschmack dabei etwas finden. Alle Veranstaltungen stehen allen Interessenten offen. Treffpunkt zu den Fahrten und Exkursionen ist normalerweise immer auf dem Domfront-Platz.
Es beginnt am kommenden Samstag, 7. August, mit der beliebten Heilkräuterwanderung. Frau Dr. Heidrun Roland entführt die Teilnehmer dieses Mal auf die Mergelkippe bei Höver, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen anderen Lebensraum und damit andere Heilkräuter als bisher zu erschließen. Treffpunkt zu dieser informativen Veranstaltung ist um 14.00 Uhr auf dem Domfront-Platz in Großburgwedel. Dort sollen Fahrgemeinschaften gebildet werden.
Wegen des großen Interesses im vergangenen Jahr fährt der NABU am 29. August an die Zuckerteiche bei Lehrte, wo durchziehende Limikolen (Watvögel) und andere seltene Wasservögel zu beobachten sind. Diese Teiche der ehemaligen Zuckerfabrik in Lehrte und wahrscheinlich deren letzte „Hinterlassenschaft“ haben sich in den vergangenen Jahren zu einem ganz besonderen Biotop entwickelt, das mit steigender Tendenz von Vögeln während der Zugzeiten als Rastplatz genutzt wird, die auf einen Lebensraum am und im Wasser angewiesen sind.
Von der Pilzexkursion waren sowohl Teilnehmer als auch Veranstalter im vergangenen Jahr begeistert. Deswegen wird die Veranstaltung mit Dr. Rita Lüder, am 28. September wiederholt. Dr. Lüder ist promovierte Biologin und führt seit mehr als 15 Jahren Kurse zur Pilzbestimmung und -verwendung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen durch. Unter anderem auch an der NABU-Naturschutzakademie Gut Sunder bei Meißendorf. Sie hat mehrere Werke zur Pflanzenbestimmung veröffentlicht, darunter auch den „Grundkurs Pilzbestimmung“, eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Es versteht sich deswegen beinahe von selbst, dass Dr. Rita Lüder mit den Problemen und Fragestellungen insbesondere von Anfängern in der großen Schar der passionierten Pilzsammler vertraut ist. Zur Einstimmung bietet sie in der Vorwoche, am 23. September in der Seniorenbegegnungsstätte, ein Pilzseminar an.
Das Wochenende dazwischen bietet Gelegenheit, an den Moorerlebnistagen der Aktion „Hannoversche Moorgeest“ teilzunehmen. Es gibt sachkundige Führungen durch die (sonst gesperrten) Moore und man kann am Samstag auch im Moor bei Pflegeeinsätzen mitarbeiten.
Wer möchte, kann auch die Arbeit an der frischen Luft auf den NABU-eigenen Liegenschaften genießen in fröhlicher Runde: Pflegearbeiten im Trunnenmoor bei Burgwedel stehen für den 2. Oktober und den 6. November auf dem Dienstplan der Naturschützer. Wetterfeste Kleidung und ebensolches Schuhwerk empfiehlt sich zu diesem Termin, Arbeitshandschuhe und geeignetes Werkzeug sollte nicht vergessen werden.
Gemütlich geht es bei der naturkundlichen Radtour am 16. Oktober zu, wenn Peter Böer und Uwe Siemers auf am Wegesrand angetroffene interessante Pflanzen und Tiere hinweisen. Am 19. November lädt der NABU zu einem geselligen Abend mit Essen und Lichtbildervortrag und am 3. Dezember gibt es einen kleinen aber gemütlichen Plausch in der Seniorenbegegnungsstätte. Der NABU schließt sein Programm mit einer Wanderung auf verschlungenen Wegen durch den Fuhrberger Forst am 27. Dezember. Diese Jahresabschlusswanderung genießt beinahe schon Kultstatus und sollte für alle Interessenten eine schöne Gelegenheit sein, die überschüssigen Kalorien des Weihnachtsfestes mit sinnvoller Betätigung an der freien Luft in den Griff zu bekommen.