Von den vier Jahreszeiten zur Weihnachtsgeschichte

In zauberhaften Kostümen präsentierten die Kinder das Märchen „Die Wurzelkinder“ (Foto: Renate Tiffe)

Senioren-Weihnachtsfeier des Ortsrates Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (ti). Die Senioren-Weihnachtsfeiern des Ortsrates sind in Großburgwedel große Veranstaltungen, deren Tradition bis auf die Gründung der Gemeinde und heutigen Stadt im Jahr 1974 zurückreicht. Immer lag ihre Organisation in der Hand des Ortsbürgermeisters. Seit zehn Jahren ist also Otto Bahlo für das Gelingen und die umfangreiche Logistik des Tages zuständig. Ganz am Ende tat er kund, dass dies seine letzte Feier als Ortsbürgermeister sein werde. Es war wohl auch die schönste, obwohl er selbst das vermutlich nie sagen würde.
Zwar gilt der Ortsrat als Veranstalter. Im Organisationsplan finden sich aber viele der Großburgwedeler Vereine und Institutionen wieder, die meisten im Hintergrund wirkend und gerade deswegen unentbehrlich. Wer denkt schon daran, dass die letzten Vorbereitungen für die Feier bereits am Tag vorher um 10.00 Uhr begannen?
Den mehr als 170 Gästen am Samstagnachmittag – unter ihnen Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und Bahlos Vorgänger im Amt, August Gerns – präsentierte sich die festlich hergerichtete Turnhalle der Grundschule mit einer geschickt verkleinerten Bühne und einem üppig geschmückten Weihnachtsbaum. Die akkurat aufgestellten Tischreihen waren mit weißen Tischtüchern versehen und mit weihnachtlichem Dekor, inklusive der Liederzettel an jedem Platz.
„Alle Jahre wieder“ ertönte das erste Weihnachtslied nach der Begrüßung durch den Ortsbürgermeister. Nach der Kaffeetafel wuselten die kleinen KuK-Mädchen und Jungen auf die Bühne. Regina Gresbrand hatte das Märchen „Die Wurzelkinder“ in Musik und Tanz umgesetzt, eine zauberhafte Inszenierung, die vier Jahreszeiten darstellend. Allein die Kostüme waren der Bewunderung wert. Manche unter den Senioren mögen in der Textbegleitung durch die Regisseurin das eine oder andere Gedicht wieder erkannt haben.
Immer wieder stand das gemeinsame Singen auf dem Programm, begleitet von der Feuerwehrkapelle. Aber auch der Männergesangverein „Concordia“ kam zu seinem Auftritt. Bei seinem Ausflug ins Amerikanische und mit seiner Neueinstudierung „Weihnachtsglocken“ wurde er am Flügel von Claudia Rinaldi begleitet, die auch als Solistin ihre Klasse bewies.
Um „Adventliche Worte“ war in diesem Jahr Pfarrer Hubert Schultz gebeten worden (die Geistlichen beider Kirchen wechseln sich jeweils ab). Eindrucksvoll seine Geste mit dem Tontopf, der zerschlagen werden musste, so wie die Menschen das Hergebrachte abtun müssen, damit etwas Neues entstehen kann vor der Ankunft des Herrn zu Weihnachten. Nicht minder eindrucksvoll war die Wiedergabe der Weihnachtsgeschichte vom Musizierkreis der katholischen Kirche in einer Art Singspiel, geleitet von Renate Boettcher.
Mit der abschließend gemeinsam herbei gesungenen „Stillen Nacht“ hatte es aber noch etwas Zeit. Auf dem Alten Marktplatz gegenüber fand gerade der Weihnachtsmarkt statt.