Von-Alten-Straße: Wer darf hier mit dem Auto fahren?

Eine ungewöhnliche Aktion: Temokontrolle in der Fußgängerzone „Von-Alten-Straße“.

Polizei misst Geschwindigkeit in der Fußgängerzone

GROSSBURGWEDEL (bs). Es war ein höchst ungewöhnlicher Anblick: eine Radarmessanlage in der ausgewiesenen Fußgängerzone „Von-Alten-Straße“ in Großburgwedel. Doch die Aktion des Polizeikommissariates in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Burgwedel hatte in erster Linie aufklärenden Charakter.
„Wir wollen hier heute in erster Linie Autofahrer und auch Radfahrer darüber aufklären, wie sie sich als Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich zu verhalten haben“, erläuterte Polizeikommissarin Mareile Koeppel die ungewöhnliche Aktion. Vielleicht war der Standort am Ende der Fußgängerzone nicht ganz so glücklich gewählt, denn viele der Fahrzeugführer, die die gut sichtbar aufgestellte Messanlage sahen, bogen vorsichtshalber vorher links vor der Augenarztpraxis ab und suchten das Weite...
Der Verkehr in der Von-Alten-Straße ist eindeutig geregelt: Fahrzeuge sind grundsätzlich verboten – eine Ausnahmeregelung gilt nur für die Zufahrt der Anlieger zu ihren Grundstücken, gewerblichen Lieferverkehr und für Schwerbehinderte.
Letztere dürfen in die Straße einfahren und müssen dann auf einem der ausgewiesenen Parkplätze halten. Also nicht mal eben vor der Post stehen bleiben und einen Brief einwerfen, dann weiter zum Bäcker und Brötchen holen ... Die Fahrzeuge müssen, wenn sie dort denn fahren, dabei Schrittgeschwindigkeit einhalten, das heißt maximal zehn Kilometer pro Stunde.
Die Aktion stieß bei Fußgängern und Anliegern auf große Zustimmung. „Die hupen sogar, wenn man nicht schnell genug beiseite geht“, beklagte eine ältere Dame die Zunahme des Autoverkehrs in der Fußgängerzone.
„Die Autofahrer wissen, dass sie hier nicht fahren dürfen – und machen es trotzdem – frei nach Burgwedeler Landrecht“, monierte auch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, der sich über die gemeinsame Aktion von Polizei und Ordnungsamt freute. Die Klagen häuften sich, da wurde es Zeit, mal wieder Präsenz zu zeigen, so der Bürgermeister.
Doch nicht nur den wachsenden Autoverkehr hatten die Polizeibeamten im Blick, auch die Radfahrer wurden angesprochen. Hier gab es Informationen darüber, wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszusehen hat – und natürlich der Hinweis, dass die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit auch für die Radfahrer in der Von-Alten-Straße gilt.