Volles Haus beim Neujahrsempfang des Ortsrates Kleinburgwedel

Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld, rechts, hatte vier Models mitgebracht und stellte in seinem Abriss zur 125-jährigen Geschichte der Kleinburgwedeler Ortswehr mit ihnen die unterschiedlichen Uniformen der Kameraden vor.
 
Friedhelm Leisenberg erhielt für seine Spende für die Begrüßungstafel von Jürgen Schodder (rechts) ein Weinpräsent. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ortsfeuerwehr feiert vom 16. bis 18. September 125-jähriges Jubiläum

KLEINBURGWEDEL (hhs). Der Ortsrat Kleinburgwedel lädt seit einigen Jahren zum Neujahrsempfang ein. Die Mitbürgerinnen und Mitbürger kommen in großer Zahl und es scheint, als hätten alle Kleinburgwedeler nur auf diese Gelegenheit zum gemeinsamen Treffen und Klönen gewartet. Auch in diesem Jahr war der Saal des Schützenkruges bis auf den letzten Platz besetzt. Ortsbürgermeister Jürgen Schodder war unübersehbar zufrieden, als er seine Gäste begrüßte.
Der Neujahrsempfang 2016 stand ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums, dass die Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel in diesem Jahr feiern will. Der Musikzug dieser Ortswehr hatte unter der Leitung von Günter Dreblow die musikalische Begrüßung übernommen und unterhielt die Besucher auch zwischendurch mit seinen herzerfrischenden Klängen. Jürgen Schodder stellte zu Beginn das Jahresprogramm für Kleinburgwedel vor: Das beliebte Vereinsbosseln, an dem auch Gruppen teilnehmen können, die sich einfach so dazu zusammenfinden, ist für Samstag, den 27. Februar geplant. Am Samstag, den 19. März, steht die gemeinsame Müllsammelaktion auf der Agenda. Es folgt am Ostersamstag, dem 26. März das Osterfeuer. Der April wird ganz im Zeichen des Königsschießens zum Schützenfest stehen. Am 1. Mai, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wird wieder der Maibaum aufgestellt. In diesem Jahr wird zuvor ein Kurzgottesdienst gefeiert. Zu Pfingsten feiert Kleinburgwedel sein Schützenfest. In diesem Jahr wird der rahmen etwas üppiger ausfallen, denn das Fest und der Ausmarsch am Sonntag, den 15. Mai sind mit dem Kreisfahnenausmarsch verbunden. Am Samstag, den 11. Juni wird das 2. Kleinburgwedeler Bürgerpicknick stattfinden, wieder auf dem Schulgelände. Jürgen Schodder hoffte, dass das Wetter in diesem Jahr es besser mit den Kleinburgwedelern meint. Im vergangenen Jahr, beim ersten Bürgerpicknick, störte der kalte Regen doch sehr. Die Feuerwehr wird ihr Jubiläum am Wochenende vom 16. bis 18. September feiern.
Dann vollzog der Ortsbürgermeister noch eine kleine Ehrung, was eigentlich unüblich ist beim Neujahrsempfang der Kleinburgwedeler. Schodder übergab ein Weinpräsent an Friedhelm Leisenberg, der auf eigene Kosten die letzte noch fehlende Begrüßungstafel finanziert und aufgestellt hat.
Dann ging Schodder noch auf einige aktuelle Entwicklungen in Kleinburgwedel ein. Es werde ein neues Baugebiet rechts der Straße nach Großburgwedel entstehen. Der Ort gelte als sehr attraktiv bei Bauherrn. Innerhalb der Ortschaft vollziehe sich ein Wandel: Alte Häuser verschwinden, neue werden an ihrer Stelle gebaut. Auch die Grundstücke in den Gewerbegebieten seien stark nachgefragt. In der Politik herrsche Einigkeit, nur „saubere Betriebe“ zur Ansiedlung zuzulassen. Auch ein neuer Verbrauchermarkt sei immer noch Thema. Kleinburgwedel benötige allerdings keinen kleinen Markt sondern mindestens einen in der Größe des Marktes in Wettmar. „Wenn das Dorf wächst, dann müssen wir auch die entsprechende Infrastruktur dafür vorhalten“, so der Ortsbürgermeister. Er kündigte an, dass auch Kleinburgwedel eine höhere Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen müsse.
Die Straßen seien inzwischen in Ordnung gebracht worden. Und man sei dabei, für den Würmsee eine Lösung zu schaffen. In diesem Jahr solle die Straßenbeleuchtung erneuert werden und die Friedhofsumgestaltung werde ebenfalls beginnen. Die Anlage solle parkartig gestaltet werden. Man denke an einen Spielplatz und Bestattungsmöglichkeiten im alten Baumbestand. Abschließend erinnerte Jürgen Schodder an die Kommunalwahl im September. „Nutzen Sie Ihre Chance, uns Kommunalpolitikern ein Zeugnis auszustellen. Das ist bei uns anders als in der Schule: Wer gut ist, bleibt sitzen“, flachste er.
Anschließend war Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld an der Reihe. Er gab einen kurzen Abriss zur 125-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel. Einige Anekdoten trugen zur Erheiterung bei. So habe es einen Alarm für den Schützenkrug gegeben. Zwei Feuerwehrkameraden erhielten den Auftrag, die Außentür zu öffnen. Das gelang einige Minuten lang nicht. Ein dritter fragte sie, ob sie schon einmal die Klinke gedrückt hätten. Er probierte das und die Eingangstür öffnete sich ...