Volles Haus am Springhorstsee beim 5. Drachenbootrennen

Hart umkämpft war jedes Rennen. Auf der gut 200 Meter langen Strecke erzielten die Teams Zeiten von etwa 40 bis 50 Sekunden. (Foto: Hans Hermann Schröder)
GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Termin war so gut gewählt, wie es besser hätte nicht gelingen können: Das nunmehr schon 5. Drachenbootrennen am Springhorstsee fand nach wochenlanger allgemeiner Sommer-Sonnenpause am vergangenen Samstag statt. Bei bestem Sommerwetter mit Temperaturen knapp unter 30 Grad, dazu „beinahe handwarmes Wasser“, wie es eine Teilnehmerin ausdrückte, die sich nach ihrem Vorlauf darin abgekühlt hatte. Veranstalter dieses Publikums wirksamen Events ist der Drachenbootverein Hannover, der auch für die Boote sorgt, Organisator vor Ort ist Thorsten Scholz, Chef des Restaurants am Springhorstsee, der mit seinem Team wieder eine logistische Meisterleistung hingelegt hat: Die Verpflegung für die mehr als 1.000 Besucher und die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler war gesichert, ausreichend Parkplätze waren ausgeschildert, die Ordner waren kompetent und freundlich, die DLRG war vor Ort, die Rennstrecke auf dem Wasser war mit Bojen gekennzeichnet, Zeitmessung für Start und Ziel befand sich am Ufer, sogar mit der Möglichkeit, den korrekten Einlauf mit Fotofinish einzufangen.

Am Vormittag ging es los mit den Vorläufen, immer zwei Boote/Teams gegeneinander, es folgten Zwischenläufe, Viertel- und Halbfinals und schließlich der Endlauf. Gut neun Stunden dauerte es, bis der reine Rennbetrieb beendet war. Unter den teilnehmenden Mannschaften befanden sich erfahrene Teams aus dem sportlichen Ligenbetrieb der Drachenbootfahrer, oder aber auch Freizeit- und Betriebsmannschaften, die mit viel Spaß und Enthusiasmus an die Paddel gingen. So war zum einen ein Team der Firma Rossmann dabei, und ein weiteres der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel.
Man konnte ohne jede große Ahnung vom Drachenbootfahren die erfahrenen Teams von den unerfahrenen unterscheiden: Wer beim Start für zu viel Spritzwasser sorgte, der kam nicht richtig in Gang. Wenn eines der langen Boote allerdings richtig in Schwung kam, dann war das vom Ufer aus betrachtet schon eine Augenweide: 18 bis 20 Paddler, immer zwei nebeneinander auf einer Bank, die synchron ihre Paddel in etwa in Höhe der Sitzbänke ihrer Vorderleute ins Wasser tauchten, mit langem Zug nach hinten zogen, ohne dass großartig Wasser spritzte, die Boote, die immer schneller wurden, ebenso wie der Takt der Paddler, vorgegeben von einem Trommler vorn im Boot, während hinten im Heck ein Steuermann für den rechten Kurs sorgte. Der Spaßfaktor war bei Sportlern wie Zuschauern riesig dabei. Applaus gab es dann bei jedem Zieleinlauf. Und jede Menge Spaß stand auch nach Rennschluss auf dem Programm: Große Party auf dem Zelt, für alle Teilnehmer und Besucher. Die letzten sollen erst bei Sonnenaufgang den Springhorstsee verlassen haben.