Volker Rosin brachte die Aula des Gymnasiums zum Kochen

Herzliche Begrüßung zweier alter Freunde: Volker Rosin und Büchereileiterin Heidrun Schümer, die die Veranstaltung seit vielen Jahren organisiert. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Mitmachen ist gewollt und auch der Kontakt zum jungen Publikum. Volker Rosin strahlt die Liebe zu seinem Publikum aus. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Zweimal „ausverkauftes Haus“ am Montagnachmittag

GROSSBURGWEDEL (hhs). Wenn der König der Kinderdisco, wie Volker Rosin sich selbst vollkommen zu Recht nennt, auf Tournee durchs Land zieht, dann ist eine Station in der Aula in Großburgwedel Pflicht. Das ist seit vielen Jahren so: Heidrun Schümer, die Leiterin der Bücherei in Wettmar, und ihre Kolleginnen organisieren den Event. „Wir haben uns auch schon einmal etwas anderes überlegt, immer wieder Volker Rosin, dachten wir, würde auch langweilig werden für die Kinder“, sagte die Büchereileiterin vor einigen Jahren. Sie haben nichts geändert, und das ist gut so, denn auch in zehn Jahren wird Volker Rosin problemlos die Großburgwedeler Aula füllen, und das wie immer gleich zweimal am Konzerttag.
Seine Fans sind die Kinder von Kindergarten- bis ins Grundschulalter, und wie man am Montag erleben konnte, auch deren Eltern. Von den zweimal gut 500 Gästen kamen jeweils knapp 200 aus der Elterngeneration, und die machten genau so begeistert mit, wie ihr Nachwuchs es ihnen vormachte. Volker Rosin, der Entertainer für die junge Generation, brauchte ebenso wenig ein „warm up“ wie die Kinder. Eine kurze Begrüßung mit einem bekannten Lied mit dem einfachen Titel „Hallo“. Das ist ein Stück seiner ersten Musikkassette Anfang der Achtziger. Das steht immer am Konzertbeginn.
Dann die Aufforderung an sein Publikum, zu klatschen, dann zu schunkeln und sich mit den Armen über dem Kopf zu bewegen. Da standen die Kinder schon, sie machten mit, was das Zeug hielt. Dann folgte die Probe, wer lauter „Hallo“ rufen kann, Jungen, Mädchen oder Eltern. Da konnten die Eltern noch eine Menge lernen, die Jungen waren gut, die Mädchen beeindruckend.
Rosin „entertaint“ perfekt, seine Musik ist nicht altbacken sondern modern, erinnert an Swing, Disko, Rock und Pop, die Texte sind gescheit, mal erzählen sie Geschichten zum Zuhören, dann wird es wieder interaktiv, die Kinder können „mitmachen“ oder vor der Bühne tanzen, irgendwie entsteht der Eindruck, dass sich die jungen Besucherinnen und Besucher wohl so fühlen, wie die ältere Generation damals, als die Rolling Stones, Tina Turner oder Phil Collins in Hannover gastierten.
Volker Rosin ist unterdessen „etwas in die Jahre gekommen“. Er hat offenbar ein wenig zugenommen, was ihm aber die Beweglichkeit keineswegs genommen hat: Er springt leichtfüßig flink von der Bühne, begibt sich zwischen sein begeistertes Publikum, die Halle bebt. Sein Outfit ist wie immer: Rote Schuhe, helle Hose und buntes Hemd darüber. Rosin weiß, was er tut: Kinder wollen nicht nur zuhören, sie wollen sich bewegen und sie wollen mitmachen. Das scheinen die beiden Zauberworte zu sein, die hinter dem Riesenerfolg des Kinderentertainers stehen. Seit 30 Jahren ist Volker Rosin in diesem Geschäft. Viele seiner Songs haben sich als Evergreens erwiesen und begeistern alle Jahre wieder die Kinder aufs neue. Er gilt als Erfinder des „Tanzalarms“ bei Ki.Ka, einer Art „versteckter Kamera“, bei der Erwachsene am Arbeitsplatz überrascht und zum Tanzen animiert werden. Weitere Erfolge sind ein Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde. Rosin hat mit 13.500 Kindern den größten Kinderchor der Welt für UNICEF gebildet. Auch die „Charts“ sind vor ihm nicht mehr sicher: Sein Song „Känguru Dance“ kam unter die Top 20 der deutschen Charts.