Violinkonzert in St. Paulus

Die Geschwister Raphael und Patricia Hevicke gastieren am Sonntag, 29. Juli, in der katholischen St.-Paulus-Kirche im Mennegarten. (Foto: Duo Hevicke)
GROSSBURGWEDEL (r/bs). Mit Werken von Leclair, Telemann, Reger, Bacewicz, Hevicke, Bériot und anderen ist das Duo Hevicke am Sonntag, 29. Juli, um 19.30 Uhr zu Gast in der katholischen St. Paulus-Kirche, Mennegarten 2, in Großburgwedel.
Das Duo besteht aus den Geschwistern Patricia Frederike Hevicke und Raphael Alexander Hevicke. Patricia Friederike Hevicke wurde 1990 als jüngstes Kind in eine musikalische Familie hineingeboren. Durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Jugendorchestern, besonders im Landesjugendorchester Schleswig-Holstein, in dem sie von 2008 – 2010 Konzertmeisterin war, wuchs der Wunsch nach einem Geigenstudium.
Dies nahm sie 2008 zunächst als Jungstudentin bei Prof. Maria Egelhof an der Musikhochschule Lübeck auf und setzte ihre Ausbildung dort mit einem Bachelor-Studium fort. In der Spielzeit 2012/2013 bekam Patricia Hevicke die Chance, als Stipendiatin der Akademie des heutigen NDR Elbphilharmonie Orchesters die Welt der großen Orchestermusik kennenzulernen. Nach dem anschließenden Zeitvertrag bleibt der Kontakt zum Orchester durch eine regelmäßige Aushilfstätigkeit bestehen.
2014 – 2017 absolvierte Patricia Hevicke ihr Master-Studium bei Prof. Axel Gerhardt an der Universität der Künste in Berlin. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist sie Mitglied der zweiten Geigen der Essener Philharmoniker. Mit der Gründung des "Duo Hevicke" geht ein Kindheitstraum in Erfüllung, nämlich professionell mit ihrem Bruder Konzerte zu geben. Patricia Hevicke spielt eine Geige des französischen Geigenbauers Jean-François Aldric aus den Jahren 1810-1820.
Raphael Hevicke, Jahrgang 1987, erhielt im Alter von vier Jahren ersten Violinunterricht. Er betätigte sich musikalisch sehr vielseitig, spielte in mehreren Bands Gitarre und Schlagzeug und war Mitglied vieler Jugendorchester und Preisträger bei »Jugend musiziert«. Seit Ende 2004 wendet er sich vermehrt der klassischen Komposition zu.
Es entstanden bisher neben kleineren Werken u. a. ein Streichquartett, eine Messe, eine Kantate und eine Streichersinfonie, welche 2016 vom Thüringischen Kammerorchester Weimar im Deutschen Nationaltheater Weimar uraufgeführt wurde.
Von 2007 bis 2013 studierte er bei Olaf Adler und Prof. Matthias Wollong an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar im Fach Violine. Weitere musikalische Anregungen bekam er durch Annegret Siedel und Prof. Midori Seiler (Barockvioline), Prof. Çigdem Iyicil (Türkei), Prof. Christian Sikorski, Prof. Maria Egelhof und Radboud Oomens sowie besonders durch Stephan Mai von der Akademie für Alte Musik Berlin.
Nach Erfahrungen als Substitut in der Jenaer Philharmonie und der Staatskapelle Weimar ist er anschließend an einen Zeitvertrag seit 2017 festes Mitglied der Staatskapelle Weimar. Er spielt eine Violine aus dem Jahre 2008, gebaut von Sebastian Schade, Halle.