Viele lächelnde Kürbisse auf dem Fuhrberger Erntefest

Schneiden, malen, löffeln - die Kürbisse bekommen ein neues Gesicht. (Foto: Svenja Steinseifer)

Jede Menge Mitmach-Aktionen und Informationen auf der „Bunten Marktmeile“

FUHRBERG (svs). „Der muss doch da rein“, rhythmisch hämmert Luke auf den sich sträubenden Nagel. Er will einfach nicht. Schwer? „Nö“, findet der 8-Jährige und schlägt seinen dritten Nagel in den Balken. Jede Menge „Mitmach-Aktionen“ bereichern die „Bunte Marktmeile“ auf dem Fuhrberger Erntefest. „Das kommt super an“, sagt Frank Töllner, Mitorganisator des Erntefests.
Vorsichtig schneidet Dennis Giesche Löcher in den Kürbis und verpasst ihm so ein zackiges Lächeln. „Wenn er größer wäre, wäre es einfacher“, findet der Hobby-Schnitzer, der schon bei seinem zweiten Exemplar angelangt ist. „Kürbis schnitzen“ – eine von zahlreichen Aktionen rund um die Kirche auf dem Fuhrberger Erntefest am vergangenen Sonntag. „Ich bin super zufrieden“, freut sich Frank Töllner. Ganz wichtig sei die aktive Beteiligung der Besucher und vor allem der Kinder. Und die lässt nicht zu wünschen übrig.
Fleißig gesägt werden kann beim Forstamt Fuhrberg. Für den 8-jährigen Lennart Terpe kein leichtes Unterfangen. „Anstrengend, aber es macht Spaß“, sagt er. Beim Hegering Burgwedel stehen die tierischen Waldbewohner hingegen im Mittelpunkt. Wer bin ich? Was fresse ich? Wo brüte ich? Fragen über Fuchs, Schleiereule & Co. Tierexperten können ihr Wissen beim Tierquiz vom Hegering Burgwedel unter Beweis stellen. „Als Preis gibt es einen Tier-Button zum ausmalen“, verrät Horst Windt vom Hegering. Derweil tastet sich Marlina lieber durch den heimischen Wald. „Gucken darf man nicht, nur fühlen“. Was sich im ersten Holzkasten verbirgt, erkennt die 6-Jährige sofort: „Eine Eichel!“ „Spaßig“, findet sie die Holzkisten mit ihrem pflanzlichen Innenleben.
Etwas Besonderes hat sich auch der Schützenverein ausgedacht: Eine „Gummibärchen-Wurfmaschine“. Eine Woche lang wurde an dem ausgeklügelten Modell getüftelt. „Für uns ist es wichtig, dass den Kindern was geboten wird“, sagt Sabine Brünig. Denn wer an die Gummibärchen möchte, muss sich geschickt anstellen. Erst bei einem Treffer auf die kleine runde Holzscheibe spuckt die Maschine Süßigkeiten. Selbst etwas zu bauen, sei bei den Schützen Tradition.
Traditionell geht es auch bei der Feuerwehr zu – ein Löschwagen aus dem 19. Jahrhundert parkt direkt neben dem hochmodernen Feuerwehrauto. „Uns geht es einfach darum, dass alle zusammen einen schönen Tag verleben“, betont Frank Töllner. „Uns gefällt es hier sehr gut“, findet Adolf Dorendorf. Nur die Resonanz fehle ihm ein bisschen. Auch für Sabine Brünig vom Schützenverein könnte es „ein bisschen voller sein“.
Eine Meinung, die Frank Töllner nicht teilt. Während kleine Besucher an seinem Stand Nägeln und Kürbissen zu Leibe rücken, sammelt Klaus Zühlke Fakten für Windenergie. „Es ist schön hier und gut besucht“, findet er. Um Einnahmen gehe es Frank Töllner nicht. „Alles was wir hier heute an Geld einnehmen, wird gespendet“, betont er. „Jedes Jahr ein Erntefest, das wurde uns irgendwann zu viel, so kann man sich alle zwei Jahre auf etwas wirklich Schönes freuen!“