Viel Spaß beim Marsch zum 35. Geburtstag der Jugendwehr Fuhrberg

Beim Spiel mit dem Schlitten und dem Metallreif bestand die Schwierigkeit darin, den Reif über den Pfahl zu werfen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Das Spiel mit dem Ball am Bauzaun erwies sich für manche als schwierig. (Foto: Hans Hermann Schröder)

21 Gruppen aus der Region nahmen am Jubiläumsmarsch teil

FUHRBERG (hhs). Es war für die jungen Damen und Herren der Jugendfeuerwehr Fuhrberg eigentlich alles so, wie man es sich zu seiner eigenen Geburtstagsfeier wünscht: Die geladenen Gäste hatten größtenteils zugesagt, deren Verpflegung war durch großzügige Spenden gesichert, das Wetter war nicht zu warm für einen knapp fünf Kilometer langen Marsch, und die Aufgaben und Spiele an den Stationen brachten nicht nur die grauen Zellen in Fahrt sondern auch eine Menge Spaß unterwegs.

Die Gruppen waren unterschiedlich stark, zwischen drei und sieben junge Feuerwehrkameraden mit ihren Betreuern. Nur drei Gruppen mussten zwingend kurzfristig absagen, erzählte Jugendfeuerwehrwart Carsten Möhlenbrink am Morgen des vergangenen Samstag kurz vor dem Start der ersten Gruppen. Das geschehe immer mal, denn die Zusagen seien schon weit im Vorfeld eingegangen. Einige Jugendwehren, die eigentlich teilnehmen wollten, hätten aus Krankheitsgründen nicht die Gruppen zusammen bekommen.
Es war alles konsequent durch organisiert an diesem Morgen: Am Feuerwehrhaus standen schon Tische und Bänke für die Gäste, früh wurde der Grill angezündet und die Getränke für den Feuerwehrnachwuchs bereit gestellt. Nacheinander traten die Gruppen an zum Leistungsmarsch. Sie brauchten etwa zwei Stunden für die knapp fünf Kilometer, bei der Anzahl der Gruppen rechnete man im Vorfeld, dass gegen 14.00 Uhr auch die letzten Teilnehmer wieder am Feuerwehrhaus eintreffen würden, was, um es vorweg zu nehmen, auch gelang. Und es war auch dafür gesorgt, dass unterwegs niemand hungern oder dürsten musste, die Fuhrberger Betreuer hatten so etwas wie einen Brötchenexpress organisiert, der die Leckereien zu den Stationen brachte.
Die Aufgaben unterwegs waren ganz unterschiedlich. An einigen Punkten waren Fragen zu beantworten, an anderen waren Kraft, Geschicklichkeit oder Zusammenspiel der Gruppen gefragt.
Zwei neue Spiele hatten sich die Fuhrberger einfallen lassen, die sich voll und ganz bewährt haben: Da war zum einen ein Bauzaun auf rechteckigem Drahtgeflecht aufgebaut. Da mussten die Gruppen einen kleinen Ball von links nach rechts weiterreichen, und dabei die Hände nicht durch das Geflecht zurückziehen. Es war interessant zu beobachten, dass die jungen Damen dabei weitaus schneller als ihre männlichen Alterskollegen den Bogen raus hatten.
Auch das vorletzte Spiel an der Schule hatte seine Schwierigkeiten an einem Punkt, an den kaum jemand gedacht hatte: Ein Schlitten auf Rollen an einem Seil, an dessen vorderem Ende ein großer Metallreif, eines Fahrradfelge, an geknotet war. Zwei Gruppenmitglieder saßen auf dem Schlitten, die beiden anderen hatten den Metallreif auf einen knapp fünf Meter entfernten Pfeiler zu werfen. Die beiden Schlittenfahrer mussten sich dann am Seil bis an den Pfeiler ziehen. Das Ziehen war nicht das Problem, sondern den Reif über den Pfeiler zu werfen.
Am Ende liefen zwei Gruppen mit gleicher Punktzahl ein. Altmerdingsen 1 und die Gruppe vom Schützenverein Fuhrberg mit jeweils 603. In einem weiteren Entscheidungsspiel siegte das Team aus Altmerdingsen, Zweite wurden die Fuhrberger Jungschützen, den dritten und vierten Platz erreichten die beiden Gruppen der Jugendwehr Fuhrberg. Achte wurde der Feuerwehrnachwuchs aus Wettmar, Elfte die Kleinlöschmeister aus Engensen, Platz 14 nahm die Gruppe Engensen 1 ein, und 18. wurde die Jugendfeuerwehr Thönse.
Zur Siegerehrung kamen dann auch Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg, der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Burgwedel Otto Bahlo, Fuhrbergs Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser, der selbst aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen ist. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer lobte den Einsatz des Nachwuchses. Wolfgang Grund, erster Jugendfeuerwehrwart in Fuhrberg und insofern Mitbegründer und später Ortsbrandmeister freute sich, dass sich die Idee von damals, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, sich als so erfolgreich erwiesen hat und auch Heinrich Hemme war gekommen, ehemals Ortsbrandmeister in Fuhrberg zur Gründungszeit der Jugendwehr.