Viel Beifall für den MGV Wettmar beim 38. Dorfabend

Viel Beifall gab es wie immer für die Mundharmonika-Gruppe, die „Goschenhobler“ . (Foto: Renate Tiffe)

Buntes Programm mit Musik und Sketchen begeisterte das Publikum

WETTMAR (ti). Die nach den Brandschutzauflagen für 190 Personen auf gestellten Stuhlreihen mit dem breiten Gang in der Mitte waren nicht ganz besetzt. Zum 38. Dorfabend in der Wettmarer Westerfeldhalle hatte sich aber ein Publikum eingefunden, das begeistert den Darbietungen vom Männergesangverein „Germania“ (MGV) und seinen drei „Abkömmlingen“, den Goschenhoblern, der Laienspielgruppe und dem jungen Chor TotalVokal folgte.
Endlich scheint der MGV zu seiner alten Form zurückzufinden, dank seines engagierten Chorleiters Matthias Blazek und dank der Verstärkung durch die Sangesbrüder vom Chor „Immergrün“ aus Neuwarmbüchen. „Freunde, ein Lied muss sein“ schmetterte der Chor zum Auftakt, bevor er vertraute Lieder seines Repertoires zum Besten gab, aber auch Neueinstudiertes wie den „Bajazzo“.
Ein Höhepunkt im ersten Teil war zweifellos der Solo-Auftritt von Lara-Malin Blazek, der 12-jährigen Tochter des Dirigenten mit dem Lied „Johnny come down to Hilo“. Viel Beifall gab es wie immer für die Mundharmonika-Gruppe, die „Goschenhobler“ mit ihrem Volkslieder- und Country-Medley und auch für den „Gemischten Chor Wettmar“ unter der Leitung von Brigitte Chrzanowski.
Unverzichtbarer Bestandteil der Dorfabende sind die Sketche der Laienspielgruppe, vom Publikum stets mit Spannung erwartet. Mit ehrerbietigem Beifall begrüßte es Renate Günther, die von Anfang an bei den Laienspielern. Neben Ulrike Bigalke und Anton Schaper hatte sie in „Pommes pur“ -- wieder eine Paraderolle gefunden. Die Regie führte Helmut Meyer, der im zweiten Stück „Erste Liebe“ zusammen mit Helga Elebe ein Schnorrerpärchen in einem Wellnesshotel mimte. Vor der Pause hatte die Gruppe „Burning Ropes“, die Seilspringsportlerinnen der TSG, das Publikum wortwörtliche von seinen Plätzen abgezogen.
Durch das Programm führten der stellvertretende Vorsitzende des MGV Stefan Embach und Helmut Meyer. Nicht ohne Stolz kündigte Embach zuletzt TotalVokal an, den jungen Chor des MGV. Übrigens ein Chor, der dank seines unkonventionellen Repertoires keine Nachwuchssorgen hat. Mit dem Song „Mambo“ von Herbert Grönemeyer versuchen sich die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Keno Weber neuerdings auch im Pop-Bereich. Mit dem leicht ironischen "Warum sing ich eigentlich im Chor?“ sorgten sie für eine zusätzliche Erheiterung des Publikums.
Am Schluss des Programms stand ein Choral. Gemeinsam sangen TotalVokal und der MGV „Die Himmel rühmen ...“. Nicht so leicht nachvollziehbar - aber keineswegs das Ende des Dorfabends. „Now or Never“, (jetzt oder nie) hieß die hannoversche Gruppe, die mit heißen Rhythmen das jüngere Publikum auf die Tanzfläche und an die Theke zog.