Vermutlich Brandstiftung: In Isernhagen FB brannte Carport

Kriminalpolizei bittet Zeugen um sachdienliche Hinweise

ISERNHAGEN FB (r/bs). Am Dienstag dieser Woche, dem 19. Juli gegen 23:15 Uhr ist es an der Hauptstraße in Isernhagen FB in einem Carport zu einem Brand gekommen. Personen sind dabei
nicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Beamten gehen von vorsätzlicher
Brandstiftung aus und suchen Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können.
Eine aufmerksame Anwohnerin hatte gegen Mitternacht Feuerschein in einem ihren Anwesen benachbarten Fachwerkrohbau wahrgenommen und umgehend die Rettungskräfte alarmiert. Die Ortsfeuerwehr Isernhagen FB war innerhalb weniger Minuten am Brandort und stellte brennende Baumaterialien in einem Carport fest, das an ein Haus angebaut war. Die Flammen hatten noch nicht auf den Fachwerkrohbau übergegriffen, sondern nur den Carport und eine Hauswand in Mitleidenschaft gezogen. Schnell nach dem Eintreffen hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Isernhagen FB die Flammen gelöscht.
Als die Feuerwehrkameraden die in Mitleidenschaft gezogene Hauswand noch näher nach Glutnestern und weiteren Schäden untersuchten, tauchte plötzlich ein Mann am Haus auf und äußerte, nun den Brand löschen zu wollen. Der 21-Jährige kletterte daraufhin am Haus empor, „Wieselflink“, wie es ein Feuerwehrmann hinterher im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten ausdrückte, am Fallrohr einer Dachrinne. Oben angekommen, versuchte er, mit einem Messer mehrere Dachziegel zu lösen. Als die Feuerwehrkameraden den Mann dazu bewegen wollten, den Brandort zu verlassen, bedrohte er die Kameraden mit seinem Messer. Schließlich brachten ihn die Einsatzkräfte unter Kontrolle und die Polizei nahm den Mann mit zur Wache.
Ob er mit der Brandlegung in Zusammenhang steht, muss noch geklärt werden, heißt es im Polizeibericht. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 21-Jährige wieder entlassen. Personen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Der Schaden beläuft sich nach polizeilichen Schätzungen auf zirka 20.000 Euro. Die ermittelnden Beamten suchen nun Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem/den Täter/n geben können und bittet diese, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 bei der Kriminalpolizei zu melden.