Verbrauchermarkt in Wettmar steht kurz vor Baustart

So soll er aussehen, der REWE-Markt in Wettmar. (Foto: ©Architekturbüro Erich Wellie)

Widersprüche der Anlieger sind zurückgewiesen

WETTMAR (ti). Immer wieder wurden die Kommunalpolitiker von Wettmarer Bürgern gefragt: „Wann kommt der neue Markt?“ Bewusste Falschmeldungen in den letzten Wochen trugen zusätzlich zur Verunsicherung bei. Die Burgwedeler Nachrichten haben nachgefragt bei dem Investor, der sich laut WWB vor zwei Wochen „verabschiedet“ haben soll. Die Antwort fiel etwas überraschend aus und kam ausgesprochen prompt: „Wir stehen kurz vor Baustart“, erklärte Dr. Klaus Lubitz aus Münster, eben genau der Investor, der sich laut WWB verabschiedet haben sollte. Die Baugenehmigung, die Ende vorigen Jahres erteilt worden war, könne rechtskräftig werden.
Genehmigungsbehörde ist die Region Hannover. Die Burgwedeler Nachrichten haben auch dort nachgefragt: Voraussetzung sei gewesen, dass von der Baubehörde der Region die drei Widersprüche gegen die Baugenehmigung abgearbeitet wurden. Zum mindesten die ersten beiden sind entschieden bzw. zurückgewiesen worden. Damit seien nachbarschaftliche Belange nicht mehr betroffen, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann. Etwaige Klagen hätten auch keine aufschiebende Wirkung.
Der dritte, der wasserrechtliche Einwand, sei bei der Wasserschutzbehörde in der Bearbeitung. Das Problem stelle sich als generell lösbar dar und die Bearbeitung werde vermutlich schnell gehen, fügte er hinzu.
Noch in der Ortsratssitzung am vergangenen Dienstag war der Verbrauchermarkt eins der Hauptthemen gewesen. Ortsbürgermeister Rainer Fredermann nahm Punkt für Punkt Stellung zu den Vorwürfen, die von der Wählergemeinschaft erhoben worden waren. Das Ziel sei offenbar die Verunsicherung der Bevölkerung gewesen, meinte er. Damit bewirke die Gruppe, die für Wahrheit und Transparenz angetreten sei, genau das Gegenteil. Es stimme nicht, dass die Firma „Edeka“ von dem Projekt „abgesprungen“ sei, und es sei rücksichtslos und an der Grenze zur Klage, wie mit deren Mitarbeiter umgegangen wurde. Er wies die Unterstellung zurück, dass die Verwaltung die Bevölkerung bewusst getäuscht habe. „Die Verwaltung“, so Fredermann, das seien Menschen, die die Entscheidungen des Rates vorbereiten und später ausführen. „Laut ist nicht lauter“ resümierte er.
Gegen Ende der Sitzung ließ er Ratsfrau Christina Muckelberg (WWB) zu Wort kommen. Sie bezog sich auf Gespräche mit dem Investor und verteidigte die von der Wählergemeinschaft verbreiteten Ansichten. Zugeben musste sie allerdings, dass es nicht stimmte, dass sich mit Klaus Lubitz nun auch der zweite Investor „verabschiedet“ habe. „Verabschiedet“, so erklärte sie später, habe nicht geheißen, dass er den Vertrag gelöst habe.
Den Erdarbeiten, die demnächst beginnen sollen, steht jetzt nichts mehr im Wege. Das Areal am östlichen Ortsrand von Wettmar wurde bereits im Februar ausgemessen und die Grenzpunkte wurden gelegt. 7685 Quadratmeter stehen als Fläche für den Markt zur Verfügung. Für Lubitz ist die lange Hinhaltetaktik schon „Historie“, er freut sich, dass es endlich losgeht.