Verantwortung für Leben und Gesundheit

Mitglieder der Elisabeth-Kirchengemeinde und der Offenen Gesellschaft Langenhagen zeigen Flagge gegenüber den „Spaziergängern“, die gegen die Corona-Maßnahmen vor der Kirche protestieren. (Foto: Andrea Hesse)

Elisabethgemeinde und Kirchenkreis distanzieren sich von „Spaziergängen“

Langenhagen/Burgwedel (r/bs). Seit Kurzem versammeln sie sich auch vor der Elisabethkirche in Langenhagen: Sogenannte Spaziergänger, die vor allem über die Messenger-Dienste Twitter und Telegram mobilisieren und sich in zahlreichen Städten und Gemeinden in Niedersachsen regelmäßig auf Straßen und Plätzen treffen.
Einige unter ihnen bezeichnen sich selbst als „Freie Niedersachsen“ und nehmen für sich in Anspruch, Freiheitsrechte „zurückzuholen.“ Die sogenannten Spaziergänge richten sich insbesondere gegen das Impfen, das Tragen von Masken und weitere Maßnahmen, mit denen die Corona-Pandemie zurückgedrängt werden soll.
In einer gemeinsamen Erklärung distanzieren sich der Kirchenvorstand der Elisabeth-Kirchengemeinde und der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen jetzt ausdrücklich von den sogenannten Spaziergängen auf dem Kirchplatz. „Wir wenden uns gegen die Verleugnung der Covid-19-Pandemie und sprechen uns gegen jede Verunglimpfung von Wissenschaftlern, Ärzten und Politikern aus, die ihr Möglichstes tun, um die Pandemie zu überwinden“, sagt Pastorin Bettina Praßler-Kröncke.
„Wir bitten alle Menschen, denen das möglich ist, sich impfen zu lassen und damit Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft zu übernehmen.“ Die Elisabeth-Kirchengemeinde stehe aus tiefster Überzeugung seit Beginn der Pandemie hinter allen Maßnahmen, die dem Schutz von Menschen vor einer Erkrankung dienen.
So gilt im Gemeindehaus am Kirchplatz seit Anfang Dezember die 2G-Regel und natürlich gehören auch die Maskenpflicht, das Einhalten von Abständen, das Impfen und Testen zu den Schutzvorkehrungen.
„Für uns als Christinnen und Christen bedeutet das Gebot ‚Du sollst nicht töten‘ die Verantwortung, Leben und Gesundheit unserer Mitmenschen zu erhalten“, sagt Pastor Rainer-Müller-Jödicke, 1. Stellvertreter des Superintendenten. „In der Zeit der Pandemie bedeutet das auch, sich impfen zu lassen und alles dafür zu tun, die Menschen um uns herum nicht durch die Übertragung des Virus zu gefährden.“