Veranstaltungsprogramm zur Interkulturellen Woche

„Rassismus entsteht im Kopf – Offenheit auch“

GROSSBURGWEDEL (ti). Bundesweit wird ab 21. September die Interkulturelle Woche durchgeführt unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“. Die Stadt Burgwedel beteiligt sich erstmalig mit einem dreitägigen Programm, das auf die Situation vor Ort abgestimmt ist. Es findet vom 24. bis 26. September statt. 726 Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit leben zurzeit in Burgwedel, 897 mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Initiatorinnen der Interkulturellen Woche sind die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Sandra Ahnen, und die Referentin der Verwaltungsleitung, Ebru Göller. „Wir wollen dazu anregen, Denkmuster zu hinterfragen und etwas gegen den Alltagsrassismus zu unternehmen“, erläutert Sandra Ahnen. Das Thema gehe alle an. Entsprechend unterschiedlich ist das Programm angelegt.
Zum Auftakt wird am Dienstag, den 24. September, um 17.30 Uhr in den Amtshof eingeladen zu einem Themenabend mit dem Titel „Rassismaus entsteht im Kopf – Offenheit auch“. Namhafte Vertreter von Organisationen für Flüchtlingsfragen und Integration werden sich äußern. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt wird sich zunächst Dr. Peyman Javaher-Haghini mit der Frage auseinandersetzen „Rassismus im Alltag – was wir dagegen tun können“. Professor Dr. Margarete Boos von der Universität Göttingen spricht dann über „Zivilcourage im Zusammenhang mit Diskriminierung.
Der zweite Tag ist dem bereits etablierten interkulturellen Frauenfrühstück vorbehalten. Als besondere Attraktion sollen diesmal bunte Luftballons wie Vorurteile zerplatzen. Das Frühstück findet von 9.00 bis 10.30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte statt. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldungen gebeten.
Als drittes wird schließlich am Donnerstag um 19.00 Uhr – Einlass ab 18.30 Uhr - der Film „Die Welle“ im Amtshof gezeigt. Er wendet sich vor allem auch an Schüler und alle die meinen, dass ein faschistisches System in unserer aufgeklärten Zeit keine Chance mehr habe. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.
„Wir bieten viel an, und wir hoffen, dass auch Migranten auf den Zug mit aufspringen“, sagt Ebru Göller. Für die beiden Frauen ist die Veranstaltungsreihe „eine Herzensangelegenheit“. Sie – und nicht nur sie - sind gespannt auf die Reaktion in Burgwedel.