Unterstützung für Uganda

Andrea Stroker (r.) teilte Süßigkeiten an die Sternsinger aus. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

St. Paulus Sternsinger bringen Segen in das Rathaus und sammeln für kranke Kinder

Von Bettina Garms-Polatschek

GROSSBURGWEDEL. Ein bunter Tross aus 15 Mädchen und Jungen zog am Donnerstag von der St. Paulus Kirche zum Burgwedeler Rathaus. Sie kamen vom Gottesdienst der katholischen Kirchengemeinde, die alljährlich zu Jahresbeginn ihre Sternsinger aussendet, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Mit Spannung wurden sie an diesem Tag von Mitarbeitern und Besuchern im Rathaus erwartet.
Feierlich postierten sich die Sternsinger in ihren farbenfrohen Gewändern vor dem Tannenbaum in der Eingangshalle. Gemeindereferent Thomas Schenk leitete durch das kleine Programm und begleitete die Lieder auf der Gitarre. „Den Stern in der Hand“ und „Im Namen des Vaters“ sangen die jungen Segensbringer, die als Heilige Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit ihrem Gefolge Spenden für die Gemeinde im ostafrikanischen Uganda sammeln.
Das Geld ist für Patenkinder bestimmt, die mit Aids infiziert sind und dringend Unterstützung für die medizinische Behandlung benötigen. „Wir sammeln in Burgwedel und Isernhagen jedes Jahr etwa dreitausend Euro“, sagt Thomas Schenk.
Die Spendensumme, die durch Sternsinger im gesamten Bundesgebiet gesammelt werde, liege bei rund 50 Millionen Euro, ließ er die beeindruckten Gäste wissen. Die Stadt Burgwedel leistete ebenfalls einen Beitrag dazu, denn Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker übergab eine Spende in die reich geschmückte Dose der Heiligen drei Könige.
Endlich stellte der Gemeindereferent die spannendste Frage in die bunte Sternsinger Runde: „Wer möchte die Segensformel anschreiben?“ Viele Finger schnellten in die Höhe und die zehnjährige Iesela wurde von Schenk mit der Zeremonie betraut. Die Großburgwedeler Schülerin kletterte die Leiter hoch und schrieb mit Kreide auf ein Stück Tafelfolie die Formel „20*C + M + B + 19“ über die Eingangstür.
Die Buchstaben sind die Abkürzung für den lateinischen Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat", welcher „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Beobachtet wurde sie dabei auch von Besuchern, die geduldig am Eingang warteten, bevor sie die Eingangshalle des „frisch gesegneten“ Rathauses betreten konnten.
Nach der Zeremonie gab es aus einem großen Korb noch süße Wegzehrung von Andrea Stroker. Sie verabschiedete sich von den Sternsingern, die feierlich zum benachbarten Pflegeheim weiterzogen, um die Senioren mit ihrem Besuch zu erfreuen. Bis Sonntag werden die Segensbringer zu weiteren Pflegeheimen und fünfzig Haushalten gehen, die in den Burgwedeler und Isernhagener Ortsteilen bei der St. Paulus Gemeinde um ihren Besuch gebeten haben.