Unterkunft für Spargelstecher geriet in Fuhrberg in Brand

Mit Atemschutzgeräten durchsuchten die Feuerwehrkameraden die Kellerräume. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Brandursache ist weiterhin unbekannt/Kriminalpolizei ermittelt

FUHRBERG (hhs). Als am späten Samstagnachmittag in Fuhrberg die Sirenen aufheulten und die Meldung über den Brandort mit „Kellerbrand in der Mellendorfer Straße 38a“ zu lesen war, zeigten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg hoch motiviert: Bei der Adresse handelt es sich um eine sogenannte Sammelunterkunft für ausländische Spargelstecher des hiesigen Spargelhofes Heuer. Es ist ein Einfamilienhaus direkt neben der Containeranlage, die der gleichen Verwendung dient, an der L 310 vor dem ehemaligen Restaurant „Tanneneck“ wenige hundert Meter westlich der Ortschaft.
Schnell waren die Fuhrberger Kameraden vor Ort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spargelhofs befanden sich glücklicherweise noch auf den Spargelfeldern. Das aber konnte niemand der Kameraden genau wissen. Es hatte sich starker Rauch entwickelt, der aus dem Keller kam. Die Gefährdungslage erschien hoch, zumal das Gebäude am Ostrand eines zusammenhängenden Waldbestandes liegt und der Wind etwaigen Funkenflug mit Sicherheit in einen Knochen trockenen Kiefernbestand tragen würde.
Umgehend wurde die Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel hinzugezogen, während die Atemschutzgeräteträger der Fuhrberger Wehr das Gebäude und insbesondere den Keller nach dort befindlichen Personen durchsuchte. Anschließend löschten die Kameraden den Brand, dessen Ursache noch weitgehend im Unklaren liegt. Fuhrbergs Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser vermutete später, Brandursache könnte ein nicht abgeschalteter Herd sein, der dann wegen Überhitzung Mobiliar in seiner Umgebung entzündet habe. Näheres soll eine kriminaltechnische Untersuchung im weiteren Verlauf dieser Woche klären.
Auf Anfrage der Burgwedeler Nachrichten hieß es vom Spargelhof Heuer, man habe für alle Saisonarbeitskräfte eine Gemeinschaftsverpflegung eingeführt, damit in den Unterkünften keine weiteren Kochstellen vorhanden sind, von denen derartige Gefährdungen ausgehen könnten. Ab und zu würde man auch die Unterkünfte überprüfen, aber eine ständige Kontrolle sei nicht gewollt. Immerhin handele es sich bei den Arbeitskräften um erwachsene Menschen, denen man auch mit Respekt begegnen wolle und müsse. Man müsse auch Verständnis dafür haben, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der Arbeit noch einen Kaffee oder Tee kochen wollen. Insgesamt sei man froh, dass niemand bei dem Brand verletzt worden sei und man danke den beiden Wehren für ihren Einsatz.
An dem Einsatz der beiden Wehren waren insgesamt 36 Feuerwehrleute beteiligt. Der Sachschaden soll sich auf etwa 15.000 Euro belaufen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.