Umbenennung für die Senioren-Begegnungsstätte?

Antrag der FDP-Fraktion im Sozialausschuss

GROSSBURGWEDEL (ti). Intern hatte es den Wunsch nach einer Namensänderung schon lange gegeben. Jetzt stellte die FDP-Fraktion im Sozialausschuss den Antrag, die Senioren-Begegnungsstätte – im Sprachgebrauch auch SBS genannt – anders zu benennen.
In der Sitzung trug die Fraktionsvorsitzende Dr. Isa Huelsz als Begründung vor, dass die Einrichtung im Lauf der Jahre viel mehr geworden, und nicht mehr nur für Senioren zuständig sei. Das Haus an der Wiesenstraße verstehe sich selbst als generationsübergreifend. Sie schlug die Bezeichnung „Begegnungsstätte“ vor, mit der das Angebot besser zum Ausdruck komme.
Die Senioren hätten das Haus zu der Begegnungsstätte gemacht, die heute 4000 Besucher im Monat zähle. Nach CDU-Meinung sollten sie weiter das Sagen haben, hielt Dr. Karsten Hoppenstedt dagegen. Was sagen die Senioren selbst dazu, fragte er. Es sei verfrüht, jetzt eine Änderung zu beschließen, äußerte er und bat den Antrag, der zusätzlich in die Tagesordnung gekommen war, zunächst in den Fraktionen zu beraten.
Während die Ratsfrauen der Wählergemeinschaft und von Bündnis 90/Die Grünen Hannelore Boening und Anke Schumacher bereits Unterstützung signalisierten, sah Rudi Gutte (SPD) die Frage eher „leidenschaftslos“. Der Name Seniorenbegegnungsstätte sei kein Hindernis für die äußerst positive Entwicklung des Hauses gewesen, meinte er. „Begegnungsstätte“ allein wirke langweilig. Vielleicht gebe es noch zutreffendere Begriffe? Die SPD schließe sich dem Vorschlag Hoppenstedts an, fügte er hinzu.
Am Ende beschloss der Ausschuss die Vertagung. SPD-Ratsherr Siegfried Schramke, der zum ersten Mal wie selbstversltändlich den Ausschuss geleitet hatte, ergänzte, dass er auf viel Kreativität hoffe. Nur zu lang dürfe der Name nicht sein.
Elke Coordes, die neue Leiterin des Hauses unterstrich, dass sie es begrüßen würde, wenn die Bezeichnung „Senioren“ wegfiele. Es würden sich dann auch leichter Besucher jüngeren Alters einfinden, die weiter für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen sind. Ihre Themen seien auch für Jüngere gedacht.