Über Wettmar drehen sich wieder die Mühlenflügel

Am Donnerstag hat die Zimmerei Blümel die Wettmarer Bockwindmühle an den Heimatverein übergeben. Etwa 130 Besucher waren dabei, als sich zum ersten Mal nach Jahrzehnten wieder die Mühlenflügel drehten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Zimmerei übergab die Bockwindmühle an den Heimatverein

WETTMAR (hhs). Üb er Wettmar drehen sich seit Donnerstag dieser Woche wieder die Mühlenflügel, und das richtig prächtig. „Der Standort hier ist wirklich der richtige“, freute sich der Vorsitzendes des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen Thönse Wettmar, Gerd Brenecke. Man konnte das schon ahnen, lange bevor Mühlenbautechniker Rüdiger Hagen die Flügelbremse löste. Der Westwind zerrte unüberhörbar an den Stoffwänden der Pavillons, die der Heimatverein für die kleine Feier aufgebaut hatte, und die Glut auf dem Bratwurstgrill glühte immer wieder in tiefem Rot auf, wenn eine Böe durchzog.
Etwa 130 Gäste waren der Einladung des Heimatvereins gefolgt, um der ersten offiziellen Flügeldrehung des restaurierten Baudenkmals beizuwohnen. Unter den Gästen auch die stellvertretende Regionspräsidentin Angelika Walther, die sich riesig freute, dass Regionspräsident Hauke Jagau sie an diesem Tag um Vertretung in Wettmar gebeten hatte. Sie habe die Bockwindmühle schon von Weitem bei der Herfahrt sehen können, sagte sie. „Sie haben hier etwas Wunderbares geschaffen, ein neues Highlight für die gesamte Region Hannover“.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt erinnerte an die Bedeutung der Mühlen für Burgwedel in alter Zeit. In vielen Wappen der Ortschaften fänden sie sich heute noch. „Wenn man diese Mühle hier in voller Schönheit betrachtet, dann sieht sie so neu aus“, freute er sich und wünschte dem Bauwerk eine gute Zukunft. Er dankte Gerd Brenecke, dass er die Mühle aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt habe. „Sie haben sich mit der Umsetzung und der Restaurierung der Mühle, und natürlich auch mit den anderen Projekten, die sie gestemmt haben, unsterblich gemacht“.