TSG-Handballer sind unangefochten Oberligameister

Das siegreiche Team der TSG bedankte sich bei den treuen Fans. V.l.: Maximilian Wölfel , Jan Krüger, Jan Schüddemage, Timo Ellenberg, Heidmar Felixson, Gunnar Jassim, Mirko Thieme, Felix Holzbrecher, Paul Schirmer, Jörg-Uwe Lütt und Robertas Pauzuolis. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Draußen erfreuten sich ein lecker gebratenes Schwein am Spieß gebraten und Freibier wachsender Beliebtheit. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Handballer der TSG hielten auch im letzten Spiel die Halle sauber

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am letzten Spieltag der Handball Oberliga Nord ging es in der eigenen Halle für das Team der Turnerschaft Großburgwedel um nichts mehr: Seit zwei Wochen schon standen die Männer um Spielertrainer Heidmar Felixson als Oberligameister fest und sie wurden somit auch Niedersachsenmeister. Klar war damit auch, dass sie mit diesem Spieltag ihr Oberligadasein beenden würden und in der kommenden Saison in die „3. Handball-Liga“ aufsteigen werden.
So etwas nennt man als Trainer eine schlechte Motivationslage oder ganz einfach ein Spiel um die goldene Ananas. Dennoch, am Samstagabend gab es sehr guten Handball in der Halle Auf der Ramhorst zu sehen, denn die Spieler hatten sich gewissermaßen selbst motiviert. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, hieß es, gegen die HSG Northeim. Gegen dieses Team hatten die Großburgwedeler im Januar eine „ganz bittere 29:26- Niederlage“ hinnehmen müssen. Und die HSG Northeim, das stand auch seit gut zwei Wochen fest, ist immerhin Vizemeister der Oberliga.
Die Stimmung in der Halle war ausgesprochen gut. Ein Bus voller Northeim-Fans war angereist, die übrigen knapp 200 Besucher waren Fans der Gastgeber. Das Warmmachen nahmen die Großburgwedeler ein wenig wie eine Pflichtübung hin, man hatte ein klein wenig den Eindruck, dass an diesem Abend der Spaßfaktor im Vordergrund stand bei vielen. Immerhin bruzzelte direkt vor der Halle seit dem späten Vormittag „ein 80-Kilo-Schwein“ am Spieß dem Gartermin entgegen, der so etwa gegen 21.00 Uhr eingeplant war. Bei dem Schweinchen soll es sich um ein Hochzeitsgeschenk eines Spielers handeln, das dieser nun zur kleinen Meisterfeier nach dem letzten Saisonspiel für Fans, Freunde, Trommler, Team und Verantwortliche weitergegeben hatte. Dazu gesellte sich noch ein „Fass Freibier“. Bei diesen Voraussetzungen musste man schon vor dem Spiel keinerlei Befürchtungen machen, dass irgendwer den offiziellen Teil in der Halle um die letzten Punkte dieser Saison über Gebühr strapazieren würde.
Die Cheerleader der TSG waren dann der Beginn dieses Teils: Ein schnelles, anmutiges Tänzchen, dann gab es einige Ehrungen von Abteilungsleiter Dr. Karsten Hoppenstedt und schließlich und somit eigentlich schon vor Saisonende die Ehrung des Niedersachsenmeisters 2011. Das alles dauerte knappe fünf Minuten und dann wurde das letzte Spiel der beiden Teams angepfiffen.
Die Großburgwedeler begannen konzentriert und zielstrebig. Nach sechs Minuten führten sie 4:0, dann kamen die Northeimer auf, nach elf Minuten hieß es 6:4, nach einer Viertelstunde 7:6. Nun ging man es ruhiger an auf beiden Seiten, nach 20 Minuten 11:8 und nach 25 Minuten 14:10. Und so gestaltete sich auch der gesamte Rest dieser Partie, die nur phasenweise von den Northeimern etwas verbissener angegangen wurde aber im Großen und Ganzen ausgesprochen fair von beiden Seiten geführt wurde. 30:27 gewannen die Großburgwedeler am Ende, die eigentlich zu jedem Zeitpunkt des Spiels keinen Zweifel daran ließen, dass sie keinesfalls grundlos der Oberligameister der Saison 2010/11 sind. Die Großburgwedeler hatten das Spiel jederzeit fest im Griff.
Unterdessen verbreitete sich vor der Halle verführerisch die Duftwolke eines klassischen Spanferkels. Die Vereinsdamen hatten für Salate gesorgt und für Buletten und Brot, das Bier stand gut gekühlt daneben, und ein Pavillon sorgte dafür, dass die paar Regentropfen die Stimmung nicht trüben konnten.
Und dann kamen sie alle, die Großburgwedeler Handballhelden 2011: Spielertrainer Heidmar Felixson, Torwart Jörg-Uwe Lütt, Robertas Pauzuolis, Michael Edelburg, Paul Schirmer & Co, die Verantwortlichen und Abteilungsleiter Dr. Karsten Hoppenstedt. Alle schienen froh zu sein, dass es nun vorüber war mit der Oberliga und es an diesem Abend nur noch die „Probleme“ mit dem Freibier und dem Schwein am Spieß zu lösen galt.