TSG-Handballer bestätigen Vorstand

Verhalten der Stadtverwaltung wird kritisiert

BURGWEDEL (r/hs). Die Mitglieder der Handballabteilung der Turnerschaft Großburgwedel haben in ihrer Jahreshauptversammlung im Vereinsraum am Freibad den bisherigen Vorstand einstimmig wiedergewählt.
Das Team um Abteilungsleiter Dr. Karsten Hoppenstedt will in den kommenden beiden Jahren den bisher eingeschlagenen Weg weitergehen. Neben Hoppenstedt wurden Uwe Graewe (Stellvertreter), Ernst Staudenmaier (Finanzen), Peter Hensel (Technik) und Rainer Leonhardt (Jugend) wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Markus Mücke, der jetzt auch als offizielles Vorstandsmitglied für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.
Die Handballer der TSG blickten auf zwei erfolgreiche Jahre zurück. Die Mischung aus Leistungs- und Breitensport sowie Nachwuchsförderung stimmt. Dr. Karsten Hoppenstedt bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, ohne den Einsatz der vielen Trainer, Betreuer, Übungsleiter, Helfer und Eltern wäre der Handballboom auf der Ramhorst nicht möglich.
Aushängeschild der Handballabteilung ist nach wie vor die 1. Herrenmannschaft, die im zweiten Jahr in der 3. Liga Nord am Ball ist und bei einem normalen Saisonverlauf auch in der kommenden Spielzeit die TSG-Farben in ganz Norddeutschland vertreten wird. Aber auch im Nachwuchsbereich sieht die Zukunft Erfolg versprechend aus. Allein im letzten Jahr hat es über 70 Neuanmeldungen bei den TSG-Handballern gegeben, zur kommenden Spielzeit wird die Turnerschaft damit weitere Jugendmannschaften zum Spielbetrieb anmelden.
Durch diesen enormen Zulauf werden die Handballer aber auch vor große Probleme gestellt. In Großburgwedel fehlen Hallenzeiten, teilweise müssen sich bei den Trainingseinheiten der Nachwuchsmannschaften drei Teams die Sporthalle Auf der Ramhorst teilen. Mit dann bis zu 50 Kindern in einer Halle ist ein geregelter und qualifizierter Trainingsbetrieb nicht möglich.
Das Verhalten der Stadtverwaltung wurde in diesem Zusammenhang durch die Handballerinnen und Handballer kritisiert. Die Verantwortlichen im Rathaus geben die Verantwortung an die Vereine zurück und fordern mehr eigenes Engagement beim Bau neuer Sporteinrichtungen. Für die Handballer der TSG steht fest, dass Großburgwedel eine weitere Sporthalle benötigt, in der auch Handball gespielt werden kann.
Ohne weitere Spielstätte werde das bestehende System spätestens mit der Einführung der Ganztagschule zusammenbrechen. Mit eigenen Mitteln könne kein Verein in der Region Hannover einen Sporthallenbau dieser Größenordnung bewältigen. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und der Sportausschuss der Stadt Burgwedel seien gefordert.
Aber auch das Verhalten der Stadt Burgwedel bei aktuellen Problemstellungen rund um die Sporthalle auf der Ramhorst bereitet der TSG große Sorgen. Zahlreiche Hinweise auf undichte Stellen im Hallendach seien von den Verantwortlichen im Rathaus ignoriert worden. Immer wieder stünden bei ungünstigen Witterungsverhältnissen Wasserlachen auf dem Spielfeld. Die Verletzungsgefahr sei groß. Die Handballer der Tunerschaft befürchten, dass die Stadtverwaltung erst dann reagieren wird, wenn ein Unfall passiert.