Trauer um Hermann Franck

Trauer um Hermann Franck: Der ehemalige Superintendent des Kirchenkreises Burgwedel starb am 7. Februar. (Foto: Privat)

Ehemaliger Superintendent starb im Alter von 94 Jahren in Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (bgp). Der ehemalige Superintendent Hermann Franck ist am
7. Februar im Alter von 94 Jahren in Großburgwedel verstorben.
Geboren wurde Hermann Franck am 5. Juli 1925 in Oberndorf/Oste als jüngstes von fünf Kindern. Die ersten fünf Jahre verbrachte er mit Eltern und Geschwistern in dem großen Pfarrhaus in Oberndorf, wo sein Vater als Pastor tätig war. Eine neue Pfarrstelle führte die Familie nach Suderburg bei Uelzen. Hermann Franck verbrachte dort seine Schulzeit bis zum Abitur. Nach dem Studium der Theologie in Kiel, Göttingen und Bethel folgte ein Studienaufenthalt in Yale (USA). In Leipzig absolvierte er ein Vikariat und lernte seine Frau Renate kennen, die Mutter seiner sechs Kinder.
Über verschiedene Stationen führte ihn sein Berufsweg zur Theologischen Akademie Hermannsburg, deren Leitung er übernahm. Von 1967 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1990 war er als Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgwedel tätig. Zusätzlich unterrichtete er Religion am Gymnasium Großburgwedel. Zu seiner Verabschiedung aus dem Amt des Superintendenten gab es neben der offiziellen Feierstunde sogar ein Fußballspiel. Hermann Franck schoss als Mittelstürmer zwei Tore für die Theologenmannschaft des Kirchenkreises gegen das Pädagogenteam des Gymnasiums. Letztlich gewann die Lehrermannschaft mit 7:4.
Hermann Franck galt in Glaubensfragen als Vermittler zwischen den Konfessionen. So setzte er sich maßgeblich für die Verständigung evangelischer und katholischer Christen im Ort ein. Franck beteiligte sich intensiv an der Gründung einer Partnerschaft mit der Kirchengemeinde im ostdeutschen Borna und dem Kirchenkreis im südafrikanischen Odi. „Hermann Franck war sehr vermittelnd und hatte das Bedürfnis, dass es harmonisch zugeht“, würdigte Weggefährte Pastor i. R. Fritz Mahlerwein die Fähigkeit des ehemaligen Superintendenten, Brücken zu schlagen. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft hätten ihn ausgezeichnet. „Ich habe immer gerne zusammen mit ihm gearbeitet“, beschreibt er die Zeit mit dem ehemaligen Vorgesetzten und „väterlichen Freund“. Gertrud Badenhop, Ehefrau des früheren Vorstands der Pestalozzi-Stiftung, Johannes Badenhop, hat gute Erinnerungen an die Begegnungen beider Familien: „Er war geistig und politisch sehr interessiert, für alle Dinge zuständig und sehr familienbewusst.“
Hermann Franck hinterlässt seine zweite Ehefrau Helga Franck und die sechs Kinder aus erster Ehe. Die Beisetzung findet am 15. Februar im Kreis der Familie statt. Der anschließende Trauergottesdienst beginnt um 11.30 Uhr in der Großburgwedeler St.-Petri-Kirche.