Tolle neue Kita für kleine Thönser Räuber und Marienkäfer

Die Kindergartenkinder führten zur Feier des Tages das Singspiel „Die Räuber von Thönse“ auf. (Foto: Sina Balkau)

Stadt Burgwedel hat jetzt 130 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren

THÖNSE (sib). Die Kindertagesstätte Thönse feierte am Freitagnachmittag endlich offizielle Eröffnung: Schon seit dem 5. Juli werden insgesamt etwa 65 Kinder im Alter von eins bis fünf in der lichtdurchfluteten, geräumigen Einrichtung betreut. Mit der Fertigstellung der Kindertagesstätte hat die Stadt Burgwedel ihr Konzept zur Erhöhung der Betreuungskapazitäten von Kindern unter drei Jahren abgeschlossen.
„Wir haben nun einen Betreuungsgrad von 35 Prozent erreicht – eine Vorgabe, die laut dem Gesetzgeber erst im Jahr 2013 erfüllt sein muss“, sagte Burgwedels Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt in seiner Ansprache. Insgesamt seien in den vergangenen Jahren 100 neue Krippenplätze geschaffen worden, sodass aktuell 130 Plätze zur Verfügung stünden.
Die Kita Thönse bietet fünfzehn zusätzliche Krippenplätze für Kinder ab einem Jahr. Außerdem konnte eine weitere Kindergartengruppe aufgenommen werden, sodass nun rund 50 Jungen und Mädchen zwischen drei und fünf Jahren betreut werden. Die neuen Räumlichkeiten verfügen über eine große Funktionalität: Die beiden Kindergartengruppen sowie die Krippenkinder haben jeweils einen eigenen Bereich, in dem sie spielen, basteln oder sich ausruhen können. Direkt daran angeschlossen sind kindgerechte Waschräume. Darüber hinaus gibt es einen Bewegungsraum mit einer Kletterwand sowie einen tollen Außenbereich mit diversen Spielgeräten. Hier kann überschüssige Energie sehr gut abgebaut werden. „Es ist schön, dass wir nun so viel Platz haben. In unserem alten Gebäude war es zum Schluss ziemlich eng“, freute sich Kita-Leiterin Manuela Dröge-Hoffmann.
Neben Funktionalität und Gemütlichkeit besticht der Neubau vor allem durch seine energiesparende Passivhausbauweise, die auch den CO2-Ausstoß minimiert. „Es gibt bestimmte Vorgaben, wie viel Energie so ein Gebäude verbrauchen darf. Bei diesem hochenergetischen Passivhaus wird der Energieverbrauch um 70 bis 80 Prozent unterschritten“, erklärte der mit der Planung der Kita beauftragte Architekt Carsten Grobe. Die Baukosten für das Gebäude fielen aus diesem Grund auch etwas höher aus. Allerdings sind die gesamten Kosten durchaus im Rahmen geblieben, auch wenn noch einige kleinere Investitionen getätigt werden müssen. „Wir hatten ursprünglich 1,6 Millionen Euro im Haushalt dafür eingeplant. Bisher brauchten wir 1,3 Millionen“, so Hoppenstedt.
Nicht nur die Vertreter der Verwaltung und die Erzieherinnen waren glücklich, dass die Kita nach langer Bauzeit und unglücklichen Zwischenfällen, wie zum Beispiel einem Wasserschaden, nun endlich fertig gestellt und offiziell eröffnet werden konnte – auch die Kinder waren mächtig stolz auf ihre neue Behausung. Zur Feier des Tages führten die Kindergartenkinder zwei Singspiele auf: Die Drei- bis Fünfjährigen kamen unter anderem als Räuber von Thönse und Marienkäfer auf die Bühne.