Tischler-Innung Burgdorf spricht 14 Gesellen frei

Innungsmeister Heinz-Arthur Schaper (l.) bedankte sich beim scheidenden Vorstandsmitglied Otto Raguse aus Burgdorf für seine Verdienste um die Tischlerinnung. (Foto: Anke Wiese)
 
Die freigesprochenen Tischergesellen mit ihren Gesellenbriefen. (Foto: Anke Wiese)

Obermeister hätte sich bessere Prüfungsergebnisse gewünscht

WENNEBOSTEL/ALTKREIS BURGDORF (awi). Die Tischler-Innung Burgdorf hat in der vergangenen Woche im Gasthaus Bludau in Wennebostel 14 frisch gebackene Gesellen freigesprochen. Der Jahrgangsbeste August-Stefan Rehse, der im elterlichen Betrieb am Johannisgraben in Bissendorf gelernt hat, war zugleich der einzige erfolgreiche Absolvent mit Wohnsitz in der Wedemark. Den zweitbesten Absolventen,Wiktor Pawel Bankowski aus Burgwedel, stellte mit Kreft Innenausbau-Team GmbH aus Mellendorf ebenfalls ein Wedemärker Betrieb. Drittbester der Prüfung wurde Thomas Weppner aus Lehrte, ausgebildet von der Funk Möbelwerkstätten GmbH in Lehrte.
Außerdem freigesprochen wurden, Ausbildungsbetriebe in Klammern: Sascha Lewandowski aus Neustadt (Betrieb Hartmut Knoke, Bissendorf), Dennis Lichtenberg aus Burgwedel (Helmrich GmbH,Isernhagen), Philipp Tietze aus Uetze/Hänigsen (Verseck Möbeltischlerei, Burgdorf), Marius Löhr aus Burgdorf (Klinikum Wahrendorff GmbH), Matthias Zink aus Burgwedel (Alfred Dahms GmbH, Isernhagen), Tristan Kania aus Burgwedel (Heinz-Theo Rockahr, Burgwedel/Thönse), Maximilian Wilzewski (Heinz-Arthur Schaper, Burgdorf), Chris-Henry Vieweg aus Burgdorf (Tischlerei Torsten Sprus, Burgdorf), Vadim Kuznecov aus Burgdorf (Otto Raguse GmbH, Burgdorf), Marcel Springfeld aus Uetze/Obershagen (Heinz-Arthur Schaper, Burgdorf) und Fabian Margane aus Isernhagen (Alfred Dahms GmbH, Isernhagen).
Gesellenstücke, die von der Innung für Wert befunden wurden, über die Freisprechung hinaus im Namen der Innung und des Ausbildungsbetriebes noch bis Freitag, 10. September, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden, sind ab sofort ausgestellt, und zwar in der Volksbank Mellendorf die Gesellenstücke von August-Stefan Rehse und Wiktor Pawel Bankowski, in der Volksbank Burgdorf die Stücke von Matthias Zink, der den ersten Platz beim Wettbewerb Gute Form erreicht hat, und Maximilian Wilzeweski.
„Ich möchte die Ergebnisse hier nicht wie in anderen Jahren kommentieren, nur soviel, es gab schon wesentlich bessere", so Pressesprecher und Vorstandsmitglied Johann-Christian Zoch. Von 21 zur Prüfung gemeldeten Kandidaten sei einer gar nicht erst zur Prüfung angetreten, sechs hätten die Aufgaben nicht ausreichend erledigt und müssten noch einmal antreten, einer habe die theoretische Prüfung nicht geschafft. Die verbliebenen 14 Auszubildenden, die am Freitag ihre Gesellenbriefe ausgehändigt bekamen, hörten von Gerd Klaus, dem Leiter der Berufsbildenden Schulen Burgdorf-Lehrte, und Obermeister Heinz-Arthur Schaper vor allem, dass es trotz bestandener Gesellenprüfung mit dem Lernen noch lange nicht vorbei sei: „Ihre Freisprechung bedeutet, dass Sie in der Lage sind, gute handwerkliche Arbeit zu leisten. Handwerk hat goldenen Boden und bleibt in der sozialen Marktwirtschaft ein starker und leistungsfähiger Partner, doch es ist noch kein Meister und auch kein Geselle vom Himmel gefallen." Die Junggesellen müßten auch in Zukunft mit hohen Anforderungen rechnen und nur Leistungsbereitschaft und Ausdauer seien Garanten für ihre erfolgreiche Zukunft, mahnte Schaper, Wissen sei Macht, Weiterbildung unerlässlich. Gut ausgebildete Fachkräfte würden zunehmend benötigt. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom: Sobald man aufhört, treibt man zurück!“ Dieses Zitat von Benjamin Britten gab Obermeister Schaper den frisch gebackenen Gesellen mit auf ihren weiteren Lebensweg.