„Tierische Vermittler“ zwischen den Generationen

Bei diesem Besucher kamen die Gäste ins Staunen: Das Stachelschwein Hansi präsentierte sich in seiner vollen Pracht. Ganz vorsichtig konnte man ihm über den Kopf streicheln. (Foto: Anna Kentrath)
 
Die munteren Frettchen bildeten den Auftakt der tierischen Show im Lindenriek Kleinburgwedel und schienen nichts dagegen zu haben, sich ein wenig kraulen zu lassen. (Foto: Anna Kentrath)

Rollender Zoo im Lindenriek begeistert Jung und Alt

KLEINBURGWEDEL (ak). Tierisch was los war am Dienstagnachmittag im großen Saal des Seniorenpflegeheims Lindenriek in Kleinburgwedel: Tränkler's Rollender Zoo mit verschiedenen Tieren war zu Gast, vom Frettchen bis zur Riesenschlange. Nicht nur Ansehen stand auf dem Programm, auch Anfassen war erlaubt unter den wachsamen Augen des Tiertrainers Martin Tränkler.
Mindestens drei Generationen kamen im Saal des Lindenriek zusammen, wenn nicht gar mehr, Großeltern, Eltern und Kinder. Die Bewohner des Seniorenpflegeheims bildeten den äußeren Kreis, Eltern und Kinder den inneren. Aufgeregt rutschten die kleinen Besucher auf den am Boden liegenden Kissen hin und her und konnten es gar nicht erwarten, welche Tiere sich nun gleich zu ihren Füßen tummeln würden. Den Anfang machte ein quirliges Frettchen-Quartett. Zur Begeisterung und Überraschung der Kinder durften sie gleich nach dem ersten Rundgang aufstehen und vorsichtig über das Fell der Tiere streicheln.
Waren die Frettchen noch Tiere, die den meisten gar nicht so unbekannt waren, kam als nächstes gleich der erste Exot: das Stinktierpärchen Coco und Chanel. Nachdem Martin Tränkler über die besondere „Waffe“ der Tiere informiert hatte, die Stinkdrüse, die sie einsetzen, wenn sie sich bedroht fühlen, zeigten sich die Kinder doch schwer beeindruckt. Nur einige Mutige meldeten sich freiwillig, die Stinktiere zu streicheln. Danach trauten sich auch andere, denn Coco und Chanel schienen sich pudelwohl zu fühlen und machten keine Anstalten ihr Sekret auszustoßen, das sie, wohl bemerkt, ganze drei Meter weit spritzen können.
Was für ein Raunen ging durch den Saal, als anschließend der nächste Gast die Runde betrat: ein Schweinsaffe. Ihren Namen hat diese Affenart dank ihres außergewöhnlichen Schwänzchens. Diese starken Springer, bis zu 5 Meter schaffen die Schweinsaffen, sind in Südostasien beheimatet und werden zur Kokosnuss-Ernte eingesetzt. Der Affe durfte aus Sicherheitsgründen zwar nur betrachtet, nicht angefasst werden, sorgte aber für großes Staunen. Der nächste Kandidat zählte auch nicht gerade zur Rubrik „Kuscheltier“, durfte aber mit der entsprechenden Umsicht trotzdem gestreichelt werden: das Stachelschwein Hansi. Wie schwarz-weiße Mikado-Stäbe standen die Stacheln majestätisch von seinem Körper ab. Ein leises Klackern ertönte beim Aufstellen derselben. Vorsichtig strichen Kinder, wie auch Erwachsene über seinen Kopf und waren fasziniert von diesem friedlichen, aber nicht ungefährlich wirkenden Exoten.
Den Nachmittag rund machte schließlich die Gruppe der Reptilien. Ein kleines Krokodil, gerade mal ein Jahr alt, passte noch in die Hand des Tiertrainers, wird jedoch ausgewachsen bis zu zwei Meter lang und war jetzt in einer Größenordnung, wo man gefahrlos über den Rücken streicheln konnte, was auch die Heimbewohner neugierig ausprobierten. Der Auftritt der beiden Riesenschildkröten, aber auch die der Schlangen, Boa-Konstriktor und Albino-Python beeindruckten nachhaltig Groß und Klein. Gemeinsam die Tiere erleben und anfassen zu können bot das verbindende Moment der Generationen im Lindenriek. Mit Freude beobachteten die Erwachsenen, wie die Kinder sich vorsichtig an die exotischen Besucher heranwagten. Ein abwechslungsreicher Nachmittag für Alt und Jung.