Tief „Petra“ sorgte in wenigen Stunden für dicke Schneedecke

Überall in Burgwedel und Isernhagen türmen sich die Schneeberge links und rechts der Fahrbahnen. Diese Wetterlage soll sich bis über das Weihnachtsfest halten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Meteorologen sagen: Selten waren weiße Weihnachten so sicher

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Tief „Petra“ ist über Norddeutschland hinweggezogen, nicht überraschend sondern seit Tagen angekündigt. Etwa 20 Zentimeter Neuschnee sind gefallen am Donnerstagnachmittag innerhalb weniger Stunden, eine schöne Schneedecke rechnet man die 15 Zentimeter vom Mittwoch hinzu. Zum Wochenende soll es richtig knackiges Winterwetter geben, noch etwas Schnee dazu, mit sonnigen Abschnitten und erträglichen Temperaturen im Minusbereich. „Schippen“, streuen und die allgemeine Zuversicht nicht verlieren, vor allen Dingen langsam fahren, heißt es jetzt. Die Winterdienste der Kommunen sind an ihrer Leistungsgrenze angekommen. Nun ist wie immer bei „Schneekatastrophen“: Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe gefragt.
Für die einen ist die weiße Pracht eine Plage, für die anderen beginnt jetzt das ideale „Freizeitwetter“. Ski und Rodel gut heißt es in den Mittelgebirgen und bei uns im Flachland bieten sich nun wieder lange vergessene Möglichkeiten für Langläufer. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, jetzt mit den Skiern beinahe lautlos durch Wald und Feld zu laufen. Das geht prima, solange der Schnee noch ordentlich pulverig ist. Und es ist gesund, hält warm und der entsprechende Ausgleich zur Plackerei des Schneeschippens.
Die Autofahrer sollten nun ihr Fahrverhalten den Straßenverhältnissen anpassen. Die Straßen sind mit einer dicken festgefahrenen Schneedecke überzogen, stellenweise ist es spiegelglatt und es werden sich Schneewehen bilden, sobald der Wind etwas stärker weht. Gestern stellte die Polizei den Kraftfahrern in Burgwedel und Isernhagen ein gutes Zeugnis aus: Die Fahrerinnen und Fahrer hätten eine besonnene Fahrweise gezeigt. Nur ein Lkw sei auf der L 310 kurz vor der Bundesautobahn leicht in den Graben gerutscht, in den beiden Kommunen Isernhagen und Burgwedel habe es sonst nur zwei leichte Unfälle wegen des Schneefalls gegeben. Personenschaden sei dabei nicht entstanden, hieß es. RegioBus hatte am späten Donnerstagabend im gesamten Verkehrsgebiet seinen Betrieb eingestellt. Im Bereich Neustadt/Wunstorf war schon in den frühen Abendstunden Schluss mit RegioBus. Am Freitagmorgen fuhren die Busse aber wieder.
Selten in den vergangenen Jahren sind „weiße Weihnachten“ schon eine Woche vorher so sicher vorauszusagen gewesen wie in diesem Jahr, darin sind sich die meisten Wetterdienste einig. An diesem Wochenende bleibt es frostig kalt. Montag könnte es noch ein wenig tauen, aber keinesfalls so stark, dass der gesamte Schnee verschwinden wird. Spätestens ab Mittwoch sollen dann die Temperaturen wieder ständig im Minusbereich liegen und dort auch bis nach dem Weihnachtsfest verbleiben. Zwischendurch werden immer wieder dicke Wolken für etwas neuen Schnee sorgen.